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Stromzähler

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04.10.2014

Bericht Seehofer will Energiewende-Planung torpedieren

„Dann hätten wir einen gespaltenen Energiemarkt.“

Berlin – Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) droht, die gesamte Energiewende-Planung von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) zu torpedieren: Nach Informationen des Nachrichtenmagazins „Focus“ machte Seehofer klar, dass er keine der beiden Stromtrassen akzeptieren werde, die vom Norden beziehungsweise Nordosten der Republik überschüssigen Windstrom nach Süden transportieren sollen. Seehofer will erst untersuchen lassen, ob die neuen Superleitungen überhaupt gebraucht werden. Ihm gehe es „um den Schutz von Natur und Geldbeuteln“.

Die beiden Leitungen bilden das Kernstück der Regierungspläne. Der Chef der halbstaatlichen Deutschen Energie-Agentur dena, Stephan Kohler, warnte in „Focus“: „Kommen die Stromtrassen nach Bayern nicht, dann müssten die Länder im Norden sofort aufhören, neue Windkraftanlagen zu installieren.“

Die Ankündigung Seehofers, statt auf importierten Windstrom auf eigene Gaskraftwerke zu setzen, hält Kohler für unrealistisch. Neue Gaskraftwerke rechneten sich zurzeit nur mit Subventionen. „Dann hätten wir einen gespaltenen Energiemarkt“, so Kohler: „In Bayern wäre der Strom teurer als im Norden, wo Überfluss herrscht.“

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