newsburger.de Nachrichten aus aller Welt

Hochspannungsleitung
© über dts Nachrichtenagentur

Energiewende Seehofer will über Bau zusätzlicher Stromtrassen neu verhandeln

„Es geht um den Schutz der Natur und der Geldbeutel.“

Berlin – CSU-Chef Horst Seehofer will im Bund noch einmal komplett neu über den Bau zusätzlicher Stromtrassen für die Energiewende verhandeln. „Wir sind im Moment an einer Wegscheide, wo wir wirklich nachdenken müssen über den nächsten Schritt der Energiewende“, sagte Seehofer der „Süddeutschen Zeitung“ (Donnerstagsausgabe).

Aus seiner Sicht seien wohl viele der im Netzausbauplan aufgeführten Stromleitungen nicht notwendig. Die Befürchtungen, die Lichter würden ausgehen, seien alle so nicht eingetroffen, sagte Seehofer. „Der Automatismus der Vergangenheit, wir bauen erneuerbare Energien überall aus und hängen dann alles mit Netzen zusammen, ist schwer ins Wackeln gekommen.“ Er verlangt daher, die Pläne grundlegend zu überdenken. „Wir reden darüber in der nächsten Koalitionssitzung.“ Voraussichtlicher Termin ist der 7. Oktober.

Der Vorstoß aus Bayern kommt überraschend. In Berlin war man davon ausgegangen, im Trassenstreit kurz vor einer Lösung mit den Bayern zu stehen. Den Planungen zufolge sollen zwei neue Leitungen aus dem Norden Bayern mit Strom versorgen. Nun macht Seehofer deutlich, dass er keine dieser Leitungen mehr will. Stattdessen will er Bayern mit Gaskraftwerken unabhängig von Leitungen machen.

Von den Gesprächen in Berlin erwartet er einen „Masterplan“, der unter anderem aufzeigt, wie diese sich wirtschaftlich betreiben ließen. Trassen seien ein gravierender Eingriff in die Natur. Deren Kosten, die ohnehin in die Milliarden gingen, würden weiter in die Höhe schnellen, wenn die Kabel – wie von Bürgern gefordert – unter die Erde verlegt würden. „Es geht um den Schutz der Natur und der Geldbeutel“, sagte Seehofer. Deshalb müsse man Alternativen prüfen.

Den Netzbetreibern warf er vor, vor allem Kapitalinteressen vor Augen zu haben. „Es geht um nichts anderes als eine Geldanlage mit sicherer Rendite“, sagte Seehofer. Er werde sich auch zeitlich nicht unter Druck setzen lassen. Die Entscheidungen eilten nicht. Bayern werde in seinen Positionen „eisern“ bleiben.

02.10.2014 © dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

Weitere Meldungen

Palmer 5.000 Euro Strafe für Ungeimpfte bringt 98 Prozent Impfquote

Der Grünen-Politiker und Oberbürgermeister von Tübingen, Boris Palmer, setzt bei Einführung einer allgemeinen Impfpflicht auf hohe Bußgelder: „Wenn die Leute wüssten, es kostet 5.000 Euro ungeimpft zu sein, dann hätten wir 98 Prozent Impfquote“, sagte Palmer in der ...

Impfpflicht Grüne machen Druck auf Scholz für Plan B

Wegen der absehbaren Verzögerungen bei der Einführung einer allgemeinen Impfpflicht wächst der Druck auf Kanzler Olaf Scholz (SPD), stattdessen zügig die berufsbezogene Impfpflicht auszuweiten. ...

Monatelange Verzögerung droht Scholz kann Impfpflicht-Versprechen nicht halten

Linke Renner wirft Faeser Verharmlosung der Corona-Proteste vor

SPD Bas plädiert für Strategiewechsel der Impfkampagne

Trendbarometer Union sinkt auf 23% – SPD steigt auf 19%

Scholz Corona-Tests „ab Herbst“ kostenpflichtig

Coronavirus Schäuble drängt Stiko zu Impfempfehlung für Kinder ab 12 Jahren

Ernst Impfen um Schulen offen zu lassen

Schäuble Corona-Einschränkungen bald nur noch für Nichtgeimpfte

Kanzlerpräferenz Laschet verliert 6 Prozentpunkte

Trendbarometer CDU/CSU fällt auf 26 Prozent – Grüne wieder über 20 Prozent

Zentralrat Nur Abgrenzung von AfD ermöglicht jüdisches Leben

SPD-Rechtsexperte Einschränkungen für Nicht-Geimpfte höchst bedenklich

SPD-Pflegebeauftragte Einrichtungen auf Katastrophenschutz überprüfen

SPD-Sportpolitikerin Olympische Spiele nicht verantwortbar und nicht fair

CDU Brok fordert Wohncontainer für Flutopfer

Grüne Hofreiter attackiert Union wegen Klimaschutz-Streit

Steigende Inzidenzen Lauterbach wirft Bundesregierung Untätigkeit vor

Kühnert Ampel-Koalition möglich

« Vorheriger ArtikelNächster Artikel »