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17.07.2010

Zusatzabgabe sorgt für Aufruhr bei Stromkonzernen

Berlin – Pläne der Bundesregierung, neben einer Brennelementesteuer auch eine Abgabe für längere Laufzeiten von Atomkraftwerken zu fordern, sorgen bei den Stromversorgern für Aufruhr. Nach Informationen des „Spiegel“ würde nach Branchen-Rechnungen die Kilowattstunde Strom aus Atomkraftwerken schon durch den Gesetzentwurf zur Brennelementesteuer mit bis zu 2,8 Cent belastet.

Ursprünglich waren E.on, RWE, Vattenfall und EnBW davon ausgegangen, die Bundesregierung wolle maximal 1,5 Cent pro Kilowattstunde als Gegenleistung für eine Verlängerung abschöpfen. Bei Großhandelspreisen für Strom von derzeit fünf bis sechs Cent, so die Sorge, würde der Betrieb von älteren Meilern zunehmend unrentabel, kleinere Konzerne wie EnBW könnten in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten.

Im Streit um längere Laufzeiten plädiert Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) für eine Verlängerung um 15 Jahre, um Zeit für den Aufbau von Leitungen und Stromspeicher für erneuerbare Energien zu haben.

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