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Joschka Fischer

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25.10.2015

Rechtsradikale Gewalttaten Joschka Fischer zeigt auf Pegida

Fischer äußerte keinerlei Verständnis für Teilnehmer an den Pegida-Kundgebungen.

Berlin – Der frühere Bundesaußenminister Joschka Fischer (Grüne) macht die fremdenfeindliche Pegida-Bewegung indirekt verantwortlich für rechtsradikale Gewalttaten und fordert ein hartes Durchgreifen des Staates.

„Wenn der Untergang des deutschen Volkes beschworen wird, dann fehlt nicht mehr viel, dass es in einem irregeleiteten Kopf `klick` macht und der dann meint, er müsse das deutsche Volk mit einer brutalen Gewalttat retten“, sagte Fischer der Zeitung „Bild am Sonntag“. „Der von Pegida verwendete Begriff des `Volksverräters` ist ein Begriff des Nationalsozialismus! Hier muss hart dagegengehalten werden. Und dafür ist unsere Demokratie stark genug.“

Fischer äußerte keinerlei Verständnis für Teilnehmer an den Pegida-Kundgebungen: „In einem Land mit unserer Geschichte möchte ich nie wieder etwas von `Mitläufern` hören. Dieses Märchen von den Lämmern, die angeblich den Rattenfängern hinterhergelaufen seien, hat man 1945 das letzte Mal erzählen können. Bei Pegida laufen erwachsene, wahlberechtigte Bürger bewusst hinter Gewaltsymbolen wie den Galgen her. Dagegen müssen alle demokratischen Parteien zusammenstehen.“

Fischer fügte hinzu: „Meine Lebenserfahrung hat mich gelehrt: Überall, wo von rechts oder von links der Rechtsstaat verächtlich gemacht wird, droht Gefahr.“

Und weiter: „Die schwarz-rot-goldene Deutschlandfahne in den Händen von Neonazis – das ist pervers. Die treten mit dem Symbol der deutschen Demokratie auf. Rechtsradikale müssten mit dem preußischen Schwarz-Weiß-Rot demonstrieren. Schwarz-Rot-Gold, das sind die Farben der revolutionären Demokratie im 19. Jahrhundert.“

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