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Eier

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06.08.2017

Giftfunde Grüne fordern Kennzeichnungspflicht für alle Eier-Produkte

„Das kann man kaum als transparent und verbraucherfreundlich bezeichnen.“

Berlin – Die Grünen fordern angesichts der jüngsten Giftfunde in Eiern eine Kennzeichnungspflicht für alle Eierprodukte wie Nudeln oder Kekse.

Wie beim Herkunftsstempel auf Eiern sollten eierhaltige Lebensmittel einen individuellen Nummerncode erhalten, der aufzeigt, aus welchem Betrieb die verwendeten Eier stammen. Dies geht aus einem Sieben-Punkte-Forderungsplan von Mitgliedern der Grünen im Bundestag hervor, über den die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichten. Nur so könnten die Verbraucher vor belasteten Eierwaren gewarnt und diese bei Bedarf gezielt aus den Verkaufsregalen entfernt werden.

„Wir fordern dringend auch eine Information auf verarbeiteten Produkten, die Eier enthalten, aus welchem Betrieb diese stammen. Verbraucherinnen und Verbraucher haben mehr Schutz verdient“, sagte die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Katrin Göring-Eckardt, der Funke-Mediengruppe.

Zudem fordern die Grünen zum Schutz von Verbrauchern und Bienen ein umfassendes Verbot des Insektizids Fipronil in der Landwirtschaft. Fipronil wirke ähnlich wie die Neonikotinoide schon in sehr geringen Mengen schädlich auf Bestäuber wie Bienen und andere Insekten.

Doch nicht nur das Gift in den Eiern, sondern auch der Umgang mit dieser Gefährdung ist aus Sicht der Grünen ein Skandal. „Wir brauchen erstens rückhaltlose Aufklärung. Und zweitens schnellere und bessere Auskünfte statt unklare Informationshäppchen durch einen überforderten Landwirtschaftsminister“, kritisierte Göring-Eckardt.

Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) müsse schnell transparent machen, wie viele deutsche Betriebe belastet seien, und den Bürgern konkrete Handlungstipps geben. „Es kann nicht sein, dass sie mit beschwichtigenden Äußerungen einzelner Behörden alleine gelassen werden“, heißt es in dem Papier.

Dazu müsse das Portal des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) – „lebensmittelwarnung.de“ – besser informieren. Aktuell werde dort auf die Homepage des niederländischen Wirtschaftsministeriums verwiesen, auf dem alle Warnungen und Informationen auf Holländisch angegeben sind. „Das kann man kaum als transparent und verbraucherfreundlich bezeichnen“, kritisieren auch die Grünen-Abgeordneten Nicole Maisch und Friedrich Ostendorff.

Zudem müsse das System der Lebensmittelsicherheit auf den Prüfstand. „Der Fipronilskandal ist ein weiterer Beleg dafür, dass dieses System für den Krisenfall nicht taugt.“

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