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Forscher warnen vor Kollaps der Ökostromförderung

Berlin – Zehn führende Energiewissenschaftler warnen vor dem Kollaps der Ökostromförderung in Deutschland. In einem gemeinsamen dramatischen Appell an Abgeordnete des Deutschen Bundestages sagen sie einen deutlichen Anstieg der Ökostromumlage voraus, die alle Stromkunden über ihre Rechnung zahlen. Nur mit einer schnellen und umfangreichen Reform sei das Erneuerbare-Energien-Gesetz zu retten. Kern des Forderungskatalogs, der der „Süddeutschen Zeitung“ vorliegt, ist eine rasche Kürzung der Fördersätze für Solarstrom und das Aus für Ökostromprivilegien. Andernfalls drohe die Akzeptanz für den Ausbau grüner Energien zu schwinden und das Fördersystem für erneuerbare Energien insgesamt zu scheitern.

Die Ökostromumlage steigt zum Jahreswechsel wegen des Booms bei Photovoltaikanlagen von acht auf 13 Milliarden Euro. Der Boom werde anhalten, sagen die Forscher voraus und in den kommenden Jahren zu so hohen Mehrkosten für Wirtschaft und Haushalte führen, dass die Akzeptanz der erneuerbaren Energien insgesamt in Frage gestellt werde. Die Bundesregierung müsse spätestens Anfang 2011 mit einer Gesetzesreform reagieren, die Fördersätze deutlich senken und den Zubau neuer Photovoltaikanlagen auf 3,5 Gigawatt pro Jahr begrenzen, lautet der Appell der Forscher.

Mit ihrem Schreiben an mehr als 70 Mitglieder der Ausschüsse für Umwelt sowie Wirtschaft und Technologie entfachen die Autoren eine neue Debatte um die Energiepolitik in Deutschland. Zu den Unterzeichnern gehören der Vizechef des Wuppertaler Instituts für Klima, Umwelt und Energie, Manfred Fischedick, die Professoren Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Eberhard Jochem von der ETH Zürich sowie der Leiter des Fraunhofer-Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik, Jürgen Schmid, der als Mitglied des wissenschaftlichen Beirats für globale Umweltveränderung zu den führenden Beratern der Bundesregierung zählt.

15.12.2010 © dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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