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Mutter mit Kleinkind und Kinderwagen

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12.02.2015

SPD Schwesig hält an Konzept für Familienarbeitszeit fest

Wirtschaftliche Interessen und gute Familienpolitik seien kein Widerspruch.

Berlin – Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig hält am Konzept der von ihr vorgeschlagenen Familienarbeitszeit fest. „Ich werbe dafür, dass wir zu neuen Arbeitszeitmodellen für Familien in der Rushhour des Lebens kommen“, sagte Schwesig der „Welt“. Viele Väter würden derzeit gerne weniger arbeiten, viele Mütter hingegen mehr.

„Mir geht es darum, dass die Arbeitszeit für Familien anders verteilt werden muss“, so Schwesig weiter. „Wenn sich die Arbeitszeiten bei 30, 32 oder 35 Stunden annähern, dann hätten beide Partner Zeit für die Arbeit, aber auch für die Familie.“

Die SPD hatte auf ihrer Klausurtagung in Nauen beschlossen, eine Arbeitsgruppe mit der Ausarbeitung der Familienarbeitszeit zu betrauen. Beim Koalitionspartner CDU/CSU war Schwesig mit ihrer Idee einer 32-Stunden-Woche mit Lohnausgleich hingegen abgeblitzt. „Wenn man einen Vorschlag macht, dann gibt es oft Gegenwind. Das war bei der Frauenquote so, bei der Familienpflegezeit, beim Elterngeld plus und eben auch bei der Familienarbeitszeit“, so Schwesig weiter.

„Inzwischen freue ich mich, dass auch die Gewerkschaften und die Wirtschaft – nehmen Sie etwa DIHK-Chef Eric Schweitzer – die Idee der Familienarbeitszeit unterstützen. Die Balance von Arbeit und Familie ist ein Thema, das den Nerv der Leute trifft. Gerade derjenigen, die die Leistungsträger sind, die jeden Tag arbeiten gehen und für ihre Kinder und ihre Familien da sind.“ Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sei der Top-Wunsch der meisten Familien.

Wirtschaftliche Interessen und gute Familienpolitik seien für sie kein Widerspruch, betonte Schwesig. „Wenn der Wirtschaftsstandort Deutschland auf eine Sache angewiesen ist, dann auf Fachkräfte. Und deshalb müssen alle auf die Belange von Fachkräften mit Familie stärker Rücksicht nehmen.“

Richtig umgesetzt ermöglichten familienbewusste Arbeitszeiten eine Win-win-Situation: „Beschäftigte können sich ihren beruflichen und familiären Aufgaben widmen. Arbeitgeber profitieren von einer hohen Arbeitgeberattraktivität. Wirtschaft und Politik müssen hier an einem Strang ziehen.“

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