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Dirk Niebel

© Deutscher Bundestag / Lichtblick / Achim Melde

10.06.2012

Nachverzollung Niebel hält Teppich-Affäre für ausgestanden

„Über 1.000 Euro für diesen Teppich sind definitiv zu viel.“

Berlin – Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel (FDP) hält die Affäre um seinen in Afghanistan gekauften Teppich für ausgestanden. Auf die Frage nach einem möglichen Rücktritt sagte Niebel „Bild am Sonntag“: „Mit dem Antrag auf Nachverzollung ist die Sache dann auch wirklich erledigt.“

Niebel räumte Fehler bei der Einfuhr des Teppichs an Bord einer Maschine des Bundesnachrichtendienstes (BND) ein und nahm alle Schuld auf sich. Niebels Fahrer hatte den Teppich unverzollt aus dem BND-Flugzeug in Berlin abgeholt. Der Minister: „Ich habe es unterlassen, den Fahrer zu bitten, die Formalitäten zu erledigen.“

Über BND-Chef Gerhard Schindler, der den Teppich mit seiner Maschine aus Kabul mitbrachte, sagte Niebel: „Mir tut es leid, dass ich den BND-Präsidenten in eine solche Sitiuation gebracht habe. Das war blöd von mir.“

Nach Recherchen von „Bild am Sonntag“ war Niebels Teppichgeschäft in Kabul womöglich ein Fehlkauf. Der Orientteppich-Experte Frank Kochmann vom Übersee-Teppich-Importzentrum in Wallenhorst erkannte auf Fotos des Teppichs helle Schleier, die auf Mottenbefall hinweisen. Kochmann: „Dann hilft nur regelmäßiges Abreiben gegen den Flor und ein spezielles Mottenspray.“Auch sei der Teppich von Niebel mit 1.400 Dollar viel zu teuer bezahlt worden. Der Experte: „Über 1.000 Euro für diesen Teppich sind definitiv zu viel.“

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