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Hans-Peter Friedrich

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15.02.2014

"Welt am Sonntag" Friedrich informierte Gabriel spontan

Er habe sich juristisch nicht beraten lassen.

Berlin – Der zurückgetretene Agrarminister Hans-Peter Friedrich war sich der Tragweite seines Handelns offenbar nicht bewusst, als er im Oktober vergangenen Jahres den SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel über die Ermittlungen gegen Sebastian Edathy in Kenntnis setzte. Er habe sich juristisch nicht beraten lassen, sagte Friedrich der „Welt am Sonntag“. Vielmehr gab er die Informationen während der Koalitionsverhandlungen sehr schnell weiter: „Wir waren da in der Sitzung, dann habe ich den Anruf bekommen. Da habe ich gedacht, ich sage ihm das jetzt, dass er es politisch beurteilen kann.“

Außerdem versicherte der CSU-Politiker, als Innenminister sich nicht mit anderen Unions-Politikern wie dem früheren Kanzleramtschef Ronald Pofalla (CDU) über den Verdacht gegen Edathy ausgetauscht zu haben. „Ich habe mit meinem Staatssekretär im Innenministerium gesprochen“, sagte Friedrich und meinte damit Klaus-Dieter Fritsche. Auf die Nachfrage der „Welt am Sonntag“: „Mit sonst niemanden?“ antwortete Friedrich: „Nein!“

Friedrichs Vorgehen wird in hochrangigen Kreisen der CSU als „dilettantisch“ bezeichnet. Am Freitagnachmittag war der 56-Jährige von seinem Amt als Agrarminister zurückgetreten. Am Samstag wurde er auf dem CDU-Parteitag in Bamberg mit Applaus von seiner Partei empfangen.

CSU-Chef Horst Seehofer warf in Bamberg der SPD Vertrauensbruch und Geschwätzigkeit vor. „Ich fordere die SPD auf, an diesem Wochenende ihr Verhalten und ihre Widersprüche aufzuklären.“

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