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04.06.2015

Schily Keine Unregelmäßigkeiten bei WM-Vergabe nach Deutschland

„Ich halte es für ausgeschlossen.“

Berlin – Bei der Vergabe der Fußball-WM 2006 an Deutschland hat es nach Darstellung des ehemaligen Bundesinnenministers Otto Schily (SPD) keinerlei Unregelmäßigkeiten gegeben.

„Deutschland hat eine in jeder Hinsicht hervorragende Bewerbung für die Fußballweltmeisterschaft 2006 abgeliefert und hat dadurch mit Unterstützung der Bundesregierung das Exekutiv-Komitee der Fifa beeindruckt und überzeugt“, sagte Schily, der seinerzeit als Innenminister auch für den Sport zuständig war, im Gespräch mit der „Bild“ (Freitag).

„Ich halte es für ausgeschlossen, dass von den für die Bewerbung verantwortlichen DFB-Vertretern versucht worden sein sollte, die Mitglieder des Exekutiv-Komitees durch unlautere Mittel zu beeinflussen.“

Zur Korruptionsaffäre bei der Fifa, sagte Schily: „Es handelt sich um sehr schwerwiegende Vorwürfe, die selbstverständlich rasch und umfassend aufgeklärt werden müssen. Jedoch handelt es sich um Vorwürfe, die nicht nur die Fifa sondern auch die nationalen Fußballverbände angehen, die bekanntlich ihre Vertreter in das Exekutiv-Komitee der Fifa entsenden.“ Es sei zu hoffeen, dass sich die Fifa tiefgreifend reorganisiere, um strukturell Korruptionsgefahren besser zu begegnen, so der SPD-Politiker weiter.

Auf die Frage, ob er während seiner Amtszeit Hinweise auf Korruptionsfälle bei der Fifa gehabt habe, antwortete Schily: „Konkrete Informationen über mögliche Anhaltspunkte für Korruptionsvorwürfe bei der Fifa lagen mir während meiner Amtszeit nicht vor.“

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