newsburger.de Nachrichten aus aller Welt

Politiker und Wissenschaftler empört
© dts Nachrichtenagentur

Platzecks Äußerungen Politiker und Wissenschaftler empört

Potsdam – Mit teils scharfen Worten haben Politiker und Wissenschaftler auf Äußerungen des brandenburgischen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck (SPD), der die deutsche Einheit einen „Anschluss“ genannt hat, reagiert. Unter anderem bezeichnete der Theologe Richard Schröder, 1990 Fraktionschef der Ost-SPD in der Volkskammer, die Formulierung als „weitab daneben“. „Wir sollten in der politischen Polemik auf Vergleiche mit der Nazizeit verzichten“, sagte Schröder der „Welt“.

Den Beitritt der DDR zum Geltungsbereich des Grundgesetzes mit dem „Anschluss“ Österreichs an Nazi-Deutschland im März 1938 in Verbindung zu bringen, „war schon 1990 vollkommen abwegig“. Platzeck habe zwar Recht, dass die Freude über die Einheit durch den Zusammenbruch der DDR-Wirtschaft für viele Ostdeutsche verdunkelt worden sei. Wenn er von Deindustrialisierung spreche, klinge das aber, „als hätten weitaus mehr DDR-Betriebe erhalten werden können. Das bestreite ich“, so Schröder.

Platzeck hatte zum 20. Jahrestag des Einigungsvertrages unter anderem gesagt: „Aber an diesem Tag begann auch die gnadenlose Deindustrialisierung Ostdeutschlands. Arbeitslosigkeit zog in nahezu jede Familie ein. Mit diesem Tag des Beitritts verbinden viele bei uns deshalb nicht nur gute Gefühle.“ Die westdeutsche „Anschlusshaltung“ sei verantwortlich für viele Verwerfungen nach dem Ende der DDR. Damals sei „auf einen schnellen Anschluss statt gleichberechtigter Vereinigung“ gedrängt worden.

31.08.2010 © dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

Weitere Meldungen

SPD-Rechtsexperte Einschränkungen für Nicht-Geimpfte höchst bedenklich

Der rechtspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Johannes Fechner, hat sich gegen schärfere Corona-Einschränkungen für Nicht-Geimpfte ausgesprochen. Im Inforadio vom rbb sagte Fechner am Montag: "Diese pauschale Ungleichbehandlung von Bürgern halte ich für ...

SPD-Pflegebeauftragte Einrichtungen auf Katastrophenschutz überprüfen

Heike Baehrens, Pflegebeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion, mahnt Lehren aus der Flutkatastrophe im Westen Deutschlands an. Die SPD-Politikerin sagte der "Heilbronner Stimme" (Samstag): "Bestehende Einrichtungen sollten auf den Katastrophenschutz hin überprüft ...

SPD-Sportpolitikerin Olympische Spiele nicht verantwortbar und nicht fair

CDU Brok fordert Wohncontainer für Flutopfer

Grüne Hofreiter attackiert Union wegen Klimaschutz-Streit

Steigende Inzidenzen Lauterbach wirft Bundesregierung Untätigkeit vor

Kühnert Ampel-Koalition möglich

Nach Flut-Katastrophe Grüne fordern Reform der Schuldenbremse

Bundeswehr Middelberg und Mazyek fordern muslimische Seelsorger

Unwetter-Katastrophen NRW-Innenminister Reul fordert Sirenen-Pflicht

Flutkatastrophe Union warnt vor voreiligen Schuldzuweisungen

Folgen der Flutkatastrophe Politisch Verantwortliche benennen

Flutkatastrophen Linke und SPD plädieren für Elementarschadenversicherung

"Großer Fehler" Bosbach kritisiert Laschets Lacher in Erftstadt

NRW Grüne wollen Warnsirenen wieder aufstellen

CDU NRW will Hochwasserschutz an kleinen Flüssen verbessern

Einführung klimafreundlicher Technologien FDP-Chef kritisiert „bürokratische Selbstfesselung“

Starkregen und Flutkatastrophe NRW war nicht gut vorbereitet

Weil „Wir brauchen eine Impfung für junge Leute“

Frauenquote Aiwanger sieht Rassismus gegen Männer

« Vorheriger ArtikelNächster Artikel »