newsburger.de Nachrichten aus aller Welt

Karl Lauterbach SPD
Foto: Martin Kraft / CC BY-SA 3.0

Steigende Inzidenzen Lauterbach wirft Bundesregierung Untätigkeit vor

SPD-Politiker fürchtet jüngere Generation mit LongCovid.

Köln – SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach wirft der Bundesregierung Untätigkeit angesichts der ansteigenden Inzidenzen vor. Dahinter stecke die Strategie, deutlich zu machen, dass steigende Inzidenzen nicht mehr zu höheren Todeszahlen führten. „Das halte ich aber für gefährlich“, sagte Lauterbach dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Freitag-Ausgabe).

„Untersuchungen haben gezeigt, dass 10 bis 15 Prozent der Erkrankten, auch wenn sie nicht schwer erkranken, unter Langzeitschäden leiden und vielleicht nicht wieder komplett genesen, weil Herz, Nieren, Lunge und Gehirn angegriffen wurden“, berichtete der SPD-Politiker. Dieses Risiko bestehe auch bei Kindern und Jugendlichen.

„Wir dürfen jetzt nicht riskieren, dass eine ganze Generation mit den Folgen von LongCovid zu kämpfen hat, wenn wir sehr hohe Inzidenzen zulassen.“

Lauterbach setzt darauf, dass künftig mehr Kinder und Jugendliche geimpft werden. „Als Wissenschaftler hoffe ich, dass die Ständige Impfkommission ihre Position noch ändert und Impfungen für Kinder ab 12 Jahren empfiehlt“, sagte der SPD-Politiker. Ohne die Impfung von Kindern und Jugendlichen und bei der hohen Zahl ungeimpfter Erwachsener würden die „Inzidenzen nach dem Sommer schnell wieder eine satte dreistellige Höhe erreichen“, warnte Lauterbach.

Es sei „schwierig, wenn ein Teil der Politik jetzt wegen des beginnenden Bundestagswahlkampfs trotz steigender Fallzahlen schweigt und so tut, als ob man die Pandemie im Griff habe“.

Der SPD-Gesundheitsexperte erläuterte, in Hamburg seien bereits 25 Prozent alles Neuinfizierten Urlaubsrückkehrer. „Wir brauchen jetzt auch in NRW strenge Regeln für Urlaubsrückkehrer. Urlauber, auch wenn sie mit dem Auto unterwegs sind, müssen nach der Rückkehr getestet werden“, forderte Lauterbnach. Die sei „unbequem, aber wichtig“. Eine schnelle Kontrolle des Impfausweises von Heimkehrern sei möglich.

22.07.2021 © newsburger.de

Weitere Meldungen

Palmer 5.000 Euro Strafe für Ungeimpfte bringt 98 Prozent Impfquote

Der Grünen-Politiker und Oberbürgermeister von Tübingen, Boris Palmer, setzt bei Einführung einer allgemeinen Impfpflicht auf hohe Bußgelder: „Wenn die Leute wüssten, es kostet 5.000 Euro ungeimpft zu sein, dann hätten wir 98 Prozent Impfquote“, sagte Palmer in der ...

Impfpflicht Grüne machen Druck auf Scholz für Plan B

Wegen der absehbaren Verzögerungen bei der Einführung einer allgemeinen Impfpflicht wächst der Druck auf Kanzler Olaf Scholz (SPD), stattdessen zügig die berufsbezogene Impfpflicht auszuweiten. ...

Monatelange Verzögerung droht Scholz kann Impfpflicht-Versprechen nicht halten

Linke Renner wirft Faeser Verharmlosung der Corona-Proteste vor

SPD Bas plädiert für Strategiewechsel der Impfkampagne

Trendbarometer Union sinkt auf 23% – SPD steigt auf 19%

Scholz Corona-Tests „ab Herbst“ kostenpflichtig

Coronavirus Schäuble drängt Stiko zu Impfempfehlung für Kinder ab 12 Jahren

Ernst Impfen um Schulen offen zu lassen

Schäuble Corona-Einschränkungen bald nur noch für Nichtgeimpfte

Kanzlerpräferenz Laschet verliert 6 Prozentpunkte

Trendbarometer CDU/CSU fällt auf 26 Prozent – Grüne wieder über 20 Prozent

Zentralrat Nur Abgrenzung von AfD ermöglicht jüdisches Leben

SPD-Rechtsexperte Einschränkungen für Nicht-Geimpfte höchst bedenklich

SPD-Pflegebeauftragte Einrichtungen auf Katastrophenschutz überprüfen

SPD-Sportpolitikerin Olympische Spiele nicht verantwortbar und nicht fair

CDU Brok fordert Wohncontainer für Flutopfer

Grüne Hofreiter attackiert Union wegen Klimaschutz-Streit

Kühnert Ampel-Koalition möglich

Nach Flut-Katastrophe Grüne fordern Reform der Schuldenbremse

« Vorheriger ArtikelNächster Artikel »