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Länder rücken von Entsendung von Polizisten nach Afghanistan ab

Berlin – Als erstes Bundesland weigert sich Brandenburg, weiterhin Polizisten als Ausbilder nach Afghanistan zu schicken. Angesichts der Sicherheitslage am Hindukusch mehrten sich auch in anderen Ländern die Zweifel, berichtet das Nachrichtenmagazin „Spiegel“.

Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD) wolle trotz seiner Befürchtung, der militärische Einsatz des Westens in Afghanistan führe zu einer Radikalisierung in Deutschland lebender Islamisten, weiterhin Polizisten an den Hindukusch entsenden. In Bayern, das erst seit Ende 2009 Beamte bereitstellt, heiße es, man beobachte die Sicherheitslage sehr genau, und aus Bremen verlaute, man sei nicht betroffen, da man nur einen Polizisten im Kosovo habe.

Manche Bundesländer, allen voran Nordrhein-Westfalen, hätten zunehmend Schwierigkeiten, genügend Freiwillige für den Einsatz zu finden. Nachdem unlängst zwei spanische Polizisten und ein Übersetzer bei der Polizeiausbildung in Afghanistan von einem Rekruten erschossen wurden, fordert die Gewerkschaft der Polizei, die Sicherheit in den Camps zu überprüfen.

04.09.2010 © dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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