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Johannes Kahrs

© Deutscher Bundestag / Lichtblick / Achim Melde

20.10.2014

Kahrs Von der Leyen verunsichert eigenes Ministerium

„Frau von der Leyen misstraut den bisherigen Strukturen offensichtlich.“

Berlin – Der haushaltspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Johannes Kahrs, hat Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) vorgeworfen, ihrem Ministerium zu schaden.

„Frau von der Leyen misstraut den bisherigen Strukturen offensichtlich. Aber damit verunsichert sie das Haus, in dem momentan viel geprüft und kaum noch entschieden wird“, sagte Kahrs der „Welt“. Jetzt gelte es für die Ministerin, „erst mal hart zu arbeiten, bevor sie weiter große Ankündigungen zur Weltpolitik macht“, empfahl Kahrs der CDU-Politikerin.

Eine vernünftige Ausstattung der Soldaten habe oberste Priorität. Jetzt gebe es teilweise zu wenig Munition, selbst zu wenig Flugbenzin. „Da stimmt etwas im System nicht“, so der SPD-Politiker.

Kahrs kritisierte die gesamte Führung des Verteidigungsministeriums: „Die jetzige Spitze des Ministeriums hat überhaupt keine Ahnung von dem Apparat.“ Er betonte, er sei „Oberst der Reserve, ich kenne die Bundeswehr und ich wundere mich sehr“. Die Verteidigungsminister, „die wir zuletzt hatten“, hätten sich mehr mit Fernsehterminen in Afghanistan beschäftigt als mit der Beschaffung von Ersatzteilen.

Er sagte weiter: „Es wäre gut, wenn sich ein Verteidigungsminister auch mal mit der Armee beschäftigt. Das ist doch kein Familienministerium. An diesem Haus hängt viel mehr dran als an anderen.“

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