Nachrichten und Schlagzeilen aus aller Welt - Politik - newsburger.de

BND-Zentrale

© über dts Nachrichtenagentur

09.12.2017

Historikerkommission BND hat im Kalten Krieg versagt

Einblicke des Geheimdienstes in die DDR waren „oft armselig“.

Berlin – Der Bundesnachrichtendienst (BND) hat während des Kalten Krieges versagt. Zu diesem Ergebnis kommt Rolf-Dieter Müller von der „Unabhängigen Historikerkommission“, die im Auftrag des BND dessen Geschichte erforscht, berichtet der „Spiegel“.

Laut Müller waren die Einblicke des Geheimdienstes in die DDR „oft armselig“, die Militäraufklärung funktionierte „nur zeitweise“, und vom Balkan und von anderen Teilen Südosteuropas hatte der BND „auch keine Ahnung“. Weder in der DDR noch in irgendeinem anderen Ostblockland habe der BND über eine Spitzenquelle verfügt.

Im „Spiegel“ wirft Müller dem BND vor, während des Kalten Krieges „alle größeren Krisen verschlafen“ zu haben, etwa den Mauerbau 1961 oder die Kubakrise 1962. Den Aufstand der Ostdeutschen gegen das kommunistische DDR-Regime am 17. Juni 1953 habe der BND sogar für eine „Inszenierung Moskaus“ gehalten. Müller stützte sich auf BND-interne Unterlagen.

Die Historikerkommission wurde 2011 berufen und hat besonderen Zugang zum BND-Archiv.

Weitere interessante Artikel

Unterstützen durch teilen: Sie können unsere Arbeit ganz einfach unterstützen indem Sie diesen Artikel auf einer der folgenden Social Media Plattformen teilen. Jeder geteilte Artikel hilft uns. Dankeschön!
Google+

© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

URL zum Artikel: newsburger.de/historikerkommission-bnd-hat-im-kalten-krieg-versagt-105530.html

Weitere Nachrichten

Alexander Dobrindt

© über dts Nachrichtenagentur

Bericht Weber wollte CSU-Chef werden – Dobrindt nennt Idee absurd

Der CSU-Europapolitiker Manfred Weber wollte neuer CSU-Chef werden. CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt nannte die Idee absurd. Der stellvertretende ...

Flüchtlinge

© über dts Nachrichtenagentur

Söder SPD muss sich beim Familiennachzug für Flüchtlinge bewegen

Der designierte bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) beharrt auf der Aussetzung des Familiennachzugs für Flüchtlinge mit subsidiärem Schutzstatus. ...

Facebook-Nutzer am Computer

© über dts Nachrichtenagentur

Studie AfD gewinnt im digitalen Wahlkampf

Die AfD hat im Wahlkampf mehr Anhänger über soziale Medien mobilisiert als alle Konkurrenten – allerdings mit juristisch teils heiklen Methoden. Das zeigt ...

Weitere Schlagzeilen