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Gründungsparteitag der "Alternative für Deutschland"

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12.02.2015

Hamburg AfD will „Volksbewegung“ werden

„Wenn man Politik macht, will man auch gestalten.“

Hamburg – Nach Einschätzung des Spitzenkandidaten der Alternative für Deutschland (AfD) für die Hamburger Bürgerschaftswahl, Jörn Kruse, hat die AfD das Zeug, eine Volkspartei zu werden.

„Ich glaube schon, dass die AfD eine Volksbewegung werden kann. Die entscheidende Voraussetzung dafür ist, dass wir in den Parlamenten zeigen, dass wir eine seriöse liberal-konservative Partei sind und nicht rechts, wie uns das einige Medien und Politiker gerne unterstellen“, sagte Kruse dem „Handelsblatt“ (Online-Ausgabe).

Die AfD sei auch bereit, Regierungsverantwortung zu übernehmen. „Wenn man Politik macht, will man auch gestalten. Und richtig gestalten kann man in unserem parlamentarischen System insbesondere, wenn man regiert“, sagte Kruse weiter. „Wir sind bereit mitzuregieren, vorausgesetzt die inhaltlichen Übereinstimmungen sind groß genug.“ Der „klassische Partner“ der AfD sei die CDU.

Kruse rechnet damit, dass seine Partei in Hamburg klar den Sprung in die Bürgerschaft schaffen wird. Die Wahl bezeichnete er als „sehr wichtig“ für die AfD, weil es die erste Wahl in einem westdeutschen Bundesland sei. „Und dazu noch in einer Stadt, in der die politischen Trauben sehr hoch hängen.“ Gelinge daher der Sprung ins Parlament, „würde das der AfD starken Rückenwind für andere Wahlen in anderen Bundesländern geben“.

Scharfe Kritik äußerte Kruse in diesem Zusammenhang an konservativen AfD-Spitzenvertretern wie dem Brandenburger AfD-Chef Alexander Gauland und der sächsischen AfD-Fraktionschefin Frauke Petry.

„Die Landesverbände im Osten, die ihre Wahlen schon hinter sich haben, haben sich uns gegenüber sehr rücksichtslos verhalten“, sagte er. „Ich habe deutlich gemacht, dass sie unsere Wahlchancen stark beeinträchtigen.“

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