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Jürgen Trittin
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Grüne Palmer warnt vor Trittin-Comeback

„Es wäre ein großer Fehler.“

Tübingen – Der Tübinger Oberbürgermeister und Grünen-Politiker Boris Palmer hat seine Partei davor gewarnt, ein Comeback des früheren Fraktionschefs Jürgen Trittin zuzulassen.

„Ich glaube, dass er ernsthaft versucht, noch einmal das Ruder an sich zu reißen“, sagte Palmer der „Welt am Sonntag“. „Es wäre ein großer Fehler, wenn die Partei das zulässt, weil er in die falsche Richtung lenken würde.“

Wenn Trittin davon spreche, wie häufig er mit der Parteivorsitzenden Simone Peter telefoniere, sende er damit die Botschaft, dass er den Kurs der Grünen bereits wieder mitbestimme.

„Wenn die Grünen sich darauf einlassen, bedeutet das, dass sie sich dauerhaft mit Ergebnissen um die acht Prozent bei Bundestagswahlen begnügen und damit den Anspruch aufgeben, die Gesellschaft umzugestalten“, kritisierte Palmer. Schlüsselaufgabe sei es aber, klar zu machen, dass die Grünen mehr erreichen, wenn sie Mehrheiten organisieren.

Palmer wies auch Trittins Vergleich der grünen Real-Politiker in Baden-Württemberg mit den Islamisten in der pakistanischen Bergregion Waziristan zurück. Damit habe habe der vor einem Jahr zurückgetretene Fraktionsvorsitzende „überdeutlich gezeigt, warum es endlich Zeit ist für ihn aufzuhören, immer wieder vom Rücksitz aus das Steuer des grünen Busses zu lenken“.

Der 42-jährige Palmer war vor einer Woche mit fast 62 Prozent der Stimmen als Oberbürgermeister von Tübingen für weitere acht Jahre im Amt bestätigt worden. Mit seinem realpolitischen Kurs ist der enge Vertraute des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne) in seiner Partei umstritten.

Palmer kündigte an, in Zukunft weniger provokant in der Partei aufzutreten. „Ich provoziere offensichtlich über das erträgliche Maß hinaus. Daran muss ich arbeiten“, sagte Palmer. Er wolle keine Konfrontation mehr wie früher. „Ich will mich da verändern.“

26.10.2014 © dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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