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Grüne Özdemir für anderen Umgang mit Islamverbänden in Deutschland

Kein Kind werde als Antisemit geboren.

Berlin – Angesichts von antisemitischen Kundgebungen und Anschlagsversuchen in Deutschland hat Cem Özdemir (Grüne) einen radikal anderen Umgang mit Islamverbänden in Deutschland gefordert.

„Wer in den deutschen Medien säuselnde Töne an den Tag legt und sagt, was wir alle hören wollen, nur um auf Arabisch oder Türkisch das Gegenteil zu erzählen, dem standen alle Türen offen“, sagte Özdemir den Partnerzeitungen der „Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft“ (Freitagausgaben). „Das muss ab jetzt umgekehrt sein.“ Man müsse „die Muslime und Verbände schützen und stärken, deren Heimat Deutschland ist“. Jahrelang sei das Gegenteil geschehen, sagte der Grünen-Politiker.

Es müsse einen ehrlichen Dialog geben, der auf Basis unserer Werte und der Verfassung stehe. „Man konnte direkt nach dem Terrorangriff der Hamas wieder das alte Spiel beobachten“, so Özdemir. „Erst nichts sagen, dann klassische Täter-Opfer-Umkehr und zum Schluss, wenn es gar nicht mehr anders geht, wohlfeile Erklärungen, die oft das Papier nicht wert sind, auf dem sie stehen.“

Eine Umfrage aus 2022 zeige, dass elf Prozent der Menschen ohne Migrationshintergrund der Aussage zustimmten, dass Juden auf der Welt zu viel Einfluss hätten, sagte der Grünen-Politiker weiter. Das sei erschreckend genug. „Mit türkischem Migrationshintergrund steigt die Zahl aber auf 52 Prozent. Diese Zahlen müssen doch jedem von uns den Schlaf rauben.“ Kein Kind werde als Antisemit geboren, so der Minister. „Aber wenn sie 24 Stunden von türkischem oder arabischem TV berieselt werden, wenn ihnen zu Hause permanent antisemitische Stereotype erzählt werden, muss man sich nicht wundern.“

Özdemir verlangte, dass die Gesellschaft deutlich mache, dass das Grundgesetz gültige Werte verkörpere, ohne Wenn und Aber. „Ich habe kein Problem damit, wenn wir das als Gesellschaft Eltern vor Eintritt ihrer Kinder in Kita und Schule ausdrücklich verdeutlichen.“, sagte er. Erziehung sei nicht nur Recht der Eltern, sondern auch ihre Pflicht – und er gehe davon aus, dass die Erziehung auf dem Boden des Grundgesetzes zu erfolgen habe.

Ferner sollten hetzerische Straftaten seiner Meinung nach konsequenter geahndet werden. Man müsse den gesamten Katalog des Strafgesetzbuchs anwenden, so Özdemir. „Ab jetzt gibt es keine einzige Kundgebung mehr, wo jemand für Hamas Sympathien äußert, wo jemand die Gewalt an Juden rechtfertigt, ohne dass die Strafe nach wenigen Tagen auf dem Fuß folgt.“

20.10.2023 - newsburger.de / Mit Material der dts Nachrichtenagentur.

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