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Maria Böhmer 2013 CDU

© Laurence Chaperon / CC BY-SA 3.0 DE

18.03.2015

Entgeltgleichheit Frauenunion will 60.000 Tarifverträge überprüfen

„Es bedarf auch einer Prüfung aller 60.000 Tarifverträge in Deutschland.“

Berlin – In der Debatte um die Beseitigung der Lohnlücke zwischen Männern und Frauen hat die Frauenunion eine Überprüfung der 60.000 Tarifverträge in Deutschland gefordert.

„Die Frage der Entgeltgleichheit lässt sich nicht allein per Gesetz regeln. Es bedarf auch einer Prüfung aller 60.000 Tarifverträge in Deutschland, inwieweit diese strukturelle Lohndiskriminierung enthalten“, sagte die Chefin der Frauenunion, Maria Böhmer (CDU), der „Rheinischen Post“ (Mittwochausgabe).

„Dazu brauchen wir jetzt eine Evaluierung, deren Ergebnisse innerhalb eines Jahres vorliegen sollten.“ Das Problem der strukturellen Lohndiskriminierung durch Tarifverträge müssten Gewerkschaften und Arbeitgeber gemeinsam beseitigen, forderte Böhmer.

Die Pläne von Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) für ein Entgeltgleichheitsgesetz bewertet sie positiv: „Bei der Entgeltgleichheit müssen wir zügig zu einer gesetzlichen Regelung kommen, die Unternehmen ab 500 Beschäftigten dazu verpflichtet, die Höhe der Lohnlücke offen zu legen“, sagte Böhmer.

Zudem werde es einen „persönlichen Anspruch“ auf Auskunft für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieser Unternehmen geben, wie viel vergleichbar Beschäftigte dort verdienten.

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