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Johanna Uekermann

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08.08.2017

Bundestagswahl Juso-Chefin fordert Absage an große Koalition

„Man hat gesehen, dass alle Gemeinsamkeiten mit der Union aufgebraucht sind.“

Berlin – Juso-Vorsitzende Johanna Uekermann fordert vor der Bundestagswahl am 24. September eine Absage von SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz an eine Neuauflage der Koalition mit der CDU/CSU.

„Ich will einen Politikwechsel und würde mir vorab ein klares Nein zur großen Koalition wünschen“, sagte Uekermann der „Welt“ (Dienstagausgabe). Sie halte nichts von vier weiteren Jahren unter Angela Merkel und glaube nicht, dass die SPD ihr das ermöglichen sollte.

„Man hat gesehen, dass alle Gemeinsamkeiten mit der Union aufgebraucht sind“, sagte Uekermann. Besonders in Bezug auf Politik für junge Menschen kritisierte Uekermann die Kanzlerin. „Angela Merkel blockiert an vielen Stellen eine sozial gerechte Politik, gerade auch was uns junge Leute angeht. Sie regiert an einer ganzen Generation vorbei“, sagte die Juso-Chefin. Deswegen sei sie offen für andere Koalitionen, etwa mit Linken und Grünen.

In Bezug auf ihre eigene Partei forderte Uekermann mehr Chancen für jüngere Mitglieder. „Ich wünsche mir, dass jungen Leuten mehr Platz eingeräumt wird, das sollte auch durch junge Leute im Parlament verkörpert werden. Eine freiwillige Selbstverpflichtung fände ich eine gute Idee“, sagte Uekermann.

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