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Katrin Göring-Eckardt

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26.10.2014

Aufarbeitung Göring-Eckardt sieht in rot-rot-grüner Koalition Chancen

Chance auf Aufarbeitung und Aussöhnung mit der DDR-Geschichte.

Berlin – Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, sieht in der sich abzeichnenden rot-rot-grünen Koalition in Thüringen die Chance auf eine Aufarbeitung und Aussöhnung mit der DDR-Geschichte.

„Es ist genau unsere Aufgabe, 25 Jahre nach der friedlichen Revolution, die Aufarbeitung des Unrechtsstaates DDR endlich voranzutreiben. Da gibt es nicht nur in Thüringen Nachholbedarf. Es ist eine Chance, dass dies gemeinsam mit der Linken, der Nachfolgepartei der SED, geschieht. Keine andere Regierung zuvor hat die Erinnerungskultur und den Ausgleich mit den Opfern so ernst genommen wie nun Grüne, SPD und Linke in Thüringen“, sagte Göring-Eckardt, die selbst aus Thüringen stammt, der „Bild am Sonntag“.

Die ehemalige Bürgerrechtlerin Göring-Eckardt räumte aber ein, anfänglich Bedenken bei der Zusammenarbeit mit der SED-Nachfolgepartei gehabt zu haben: „Es ist mir nicht leicht gefallen, da in der Linksfraktion leider immer noch ehemalige Stasi-Spitzel sitzen. Wenn es irgendwann um Versöhnung gehen soll, muss am Anfang immer ein Schuldeingeständnis stehen. Das bleibt ein schwerer Weg, aber es ist notwendig und bisher versäumt worden.“

Proteste bei den Grünen sind laut Göring-Eckardt ausgeblieben: „Ich bin froh, dass es trotz dieser Schwierigkeiten deshalb bislang weder Parteiaustritte gibt noch eine Ablehnung dieser Koalition im Landesverband.“

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