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Bundeskanzleramt

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30.01.2015

Bericht Cyberangriff auf Kanzleramt gravierender als angenommen

Schadsoftware blieb mehr als zwei Jahre lang unbemerkt.

Berlin – Der Spionageangriff auf eine damalige Referatsleiterin in der Abteilung Europapolitik des Bundeskanzleramtes war offenbar gravierender als bislang angenommen. Untersuchungen des privaten Laptops der Frau ergaben dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ zufolge, dass das Computerprogramm „Regin“ spätestens im Februar 2012 eingeschleust wurde.

Die hochkomplexe Schadsoftware blieb demnach mehr als zwei Jahre lang unbemerkt. Erst der vertrauliche Hinweis einer IT-Sicherheitsfirma an das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie im März 2014 habe die Ermittler zu der privaten IP-Adresse der Mitarbeiterin geführt.

Die ausgefeilte Cyberwaffe war auch bei Attacken gegen die EU-Kommission, auf eine belgische Telekommunikationsfirma sowie gegen Ziele in mindestens 14 weiteren Ländern im Einsatz – vorwiegend gegen Regierungen, Energieversorger und Airlines, schreibt das Nachrichtenmagazin weiter.

Das russische Unternehmen Kaspersky hatte vorige Woche einen vom „Spiegel“ veröffentlichten Schadcode aus dem Snowden-Archiv als Bestandteil von „Regin“ identifiziert. Damit handelt es sich offenbar bei dem Angriff um eine Attacke der Five-Eyes-Nachrichtendienste auf deutsche Ziele.

Eine Überprüfung des Dienstrechners der Mitarbeiterin ergab allerdings keine Hinweise auf eine Verbreitung im Bundeskanzleramt, berichtet der „Spiegel“ weiter.

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