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Wahlurne

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11.08.2013

Bericht Berlin schickt Wahlunterlagen an „Geisterwähler“

Einwohner die es laut Zensus 2011 nicht gibt.

Berlin – In Berlin werden seit voriger Woche Wahlbenachrichtigungen an mehrere Zehntausend Einwohner verschickt, die es laut Zensus 2011 nicht gibt. Die Bundeshauptstadt richtet sich laut einem „Spiegel“-Bericht weiterhin nach ihrem Melderegister, das knapp 3,5 Millionen Einwohner verzeichnet. Die Zahl mutmaßlicher „Geisterwähler“ ist freilich genauso rätselhaft wie das Gesamtergebnis des Zensus, demzufolge die Hauptstadtbevölkerung um 5,2 Prozent oder exakt 179.391 Personen geschrumpft sein soll.

Ob der Bevölkerungsverlust real oder doch eher ein Rechenfehler ist, beschäftigt Berliner Politiker auch in anderen Bereichen: Weil es in Deutschlands größter Stadt laut Zählung angeblich knapp 40.000 Wohnungen weniger gibt als bislang gedacht, müsste beispielsweise die Feuerwehr entsprechend verkleinert werden. Dabei ist die Zahl der Feuerwehreinsätze real gestiegen, weshalb Berlin beim Brandschutz das Personal ausbaut.

Eine Staatssekretärs-Runde unter Leitung von Björn Böhning, dem Chef der Senatskanzlei, untersucht nun, ob und wie die Landespolitik auf die neuen Zahlen eingestellt werden muss. Berlin hat wie mehr als 800 weitere Kommunen Widerspruch gegen das Zensus-Ergebnis eingelegt.

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