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Abgeordnete Pia Döring wechselt zur SPD

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12.04.2012

Saar-Linken Abgeordnete Pia Döring wechselt zur SPD

Politikerin begründet Rückkehr zu ihrer alten Partei mit Verantwortung für die Zukunft des Landes.

Saarbrücken – Im gerade neu gewählten saarländischen Landtag verliert die Linkspartei ein Mandat an die SPD. Die Landtagsabgeordnete Pia Döring ist bei der Linken ausgetreten und hat ihren Eintritt in die SPD erklärt. Die 51-Jährige, die der SPD schon früher einmal angehört hatte, begründete ihren Schritt am Donnerstag in Saarbrücken damit, dass die SPD im Saarland sich „wieder in die richtige Richtung“ bewege.

Döring sprach von einer „sehr persönlichen Entscheidung“, die ihr „nicht leicht gefallen“ sei. Die kommenden fünf Jahre seien aber für den Erhalt der Selbstständigkeit des Saarlandes entscheidend. Sie fühle sich daher ihrem politischen Gewissen und ihren Wählern verpflichtet, „aktiv“ daran mitzuarbeiten, das Saarland wieder „auf solide Füße zu stellen“.

Linke-Landeschef Rolf Linsler sprach von einem „einmaligen Fall von Wahlbetrug“. Er forderte Döring auf, ihr „erschlichenes Mandat“ an die Partei zurückzugeben. Außerdem setze sich die SPD „dem Verdacht aus, an diesem Betrugsmanöver mitgewirkt“ zu haben. Die SPD müsse sich die Frage nach ihrem Demokratieverständnis gefallen lassen, da die Abgeordnete Döring „keinen einzigen plausiblen Grund“ für diesen „in der Parlamentsgeschichte einmaligen Wahlbetrug“ angegeben habe, sagte Linsler.

Döring war 1976 in die SPD eingetreten. 2004 verließ sie die Partei wegen der „Agenda 2010“ und trat der damaligen WASG bei, die 2007 mit der PDS zur Linkspartei fusionierte. Bei der Linken war Döring bislang Ortsvereinsvorsitzende sowie Fraktionsvorsitzende im Stadtrat von Ottweiler. Bei der Wahl am 25. März war die 51-Jährige für die Linke im Wahlkreis Neunkirchen in den neuen Landtag gewählt worden.

Trotz ihres Übertritts zu einer anderen Partei kann Döring ihr Abgeordnetenmandat aber behalten. Damit kommt die SPD im künftigen Landtag auf 18 Sitze, nur noch ein Mandat weniger als der designierte Koalitionspartner CDU mit 19 Sitzen. Die Linke hingegen wird nur noch mit acht Abgeordneten vertreten sein. In der nun zu Ende gehenden Legislaturperiode hatte die SPD nur 13 Mandate, die Linke 11 und die CDU wie auch in Zukunft 19.

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