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Bitkom-Vize IT-Standort Deutschland ist nicht auf der Höhe der Zeit

„Das hätten wir schon vor zehn Jahren erledigen müssen.“

Berlin – Ulrich Dietz, Vizepräsident des Digitalwirtschaft-Verbandes Bitkom, wirft der deutschen IT-Branche Mittelmaß und mangelnde Visionen vor. „Der IT-Standort Deutschland ist leider nicht oder nur bedingt auf der Höhe der Zeit“, sagte Dietz im Gespräch mit der „Welt am Sonntag“.

Sowohl den Unternehmen als auch der Politik mangele es an einer gemeinsamen Vision, so Dietz weiter: „Während die ganze Welt über die Digitalisierung spricht, streiten wir hier über 500 Millionen Euro Infrastruktur-Ausgaben. Das hätten wir schon vor zehn Jahren erledigen müssen, das bedarf keiner Debatte. Unsere Politiker reisen ins Silicon Valley und kommen wie aus dem Phantasialand verzaubert zurück. Da kann ich nur sagen: Lasst euch dann zur Abwechslung was Eigenes einfallen.“

Dietz, der auch Vorstandschef des IT-Konzerns GFT Technologies ist, fordert konkrete Ziele, und schlägt vor, Deutschland als führenden IT-Standort in Sachen Datenschutz zu positionieren.

„Deutschland hätte hervorragende Chancen, sich weltweit als Standort mit den höchsten Sicherheits- und Datenschutzstandards für Firmen zu präsentieren. Das Ziel `ein paar Kabel im Boden verlegen` reicht nicht, und es zeigt, mit welcher Naivität viele Entscheider leider noch unterwegs sind.“

Dietz wirft dem Nationalen IT-Gipfel, wo er Arbeitsgruppenmitglied ist, Mittelmaß vor: „Wir haben einen IT-Gipfel, wo über alles Mögliche diskutiert wird, aber uns fehlt eine gemeinsame Idee, für die wir Milliarden investieren und nicht bloß 3,50 Euro. Wir neigen dazu, im Mittelmaß des Konsens zu verharren. Doch in der Welt des digitalen Wandels werden wir weder mit Mittelmaß noch mit Konsens einen weltweiten Erfolg haben.“

26.07.2015 © dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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