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White House / Weisses Haus

© Matt H. Wade / CC BY-SA 3.0

08.04.2015

USA Russische Hacker drangen in Computer des Weißen Hauses ein

Insgesamt habe die „Heftigkeit“ der russischen Aktionen die US-Offiziellen überrascht.

Washington – Russischen Hackern ist es nach CNN-Informationen im vergangenen Herbst gelungen, in „sensible Bereiche“ des Computernetzwerks des Weißen Hauses einzudringen. Der Sender, der sich auf Angaben von US-Regierungsbeamten bezog, sprach von einem „ernsten Vorgang“.

Zwar seien keine geheimen Systeme betroffen gewesen. Aber die Hacker hätten immerhin Zugang zu Informationen wie nicht-öffentlichen Details zum Terminplan von Präsident Barack Obama gehabt. Derartiges sei für ausländische Geheimdienste wertvoll, zitierte CNN die Regierungsbeamten.

Dem Bericht zufolge sind sowohl die Bundespolizei FBI, der Secret Service und US-Geheimdienste in die Ermittlungen eingeschaltet. Sie betrachteten den Hackerangriff als eine der ausgeklügeltsten Cyberattacken, die jemals gegen das Weiße Haus ausgeführt worden seien.

Die Hacker seien zunächst in das Computersystem des US-Außenministeriums eingedrungen und hätten ein E-Mail-Konto als Ausgangspunkt für das Infiltrieren des Netzwerkes der Regierungszentrale benutzt. Ermittlern zufolge wiesen unter anderem bestimmte Codes darauf hin, dass die Hacker für die russische Regierung arbeiteten. Insgesamt habe die „Heftigkeit“ der russischen Aktionen die US-Offiziellen überrascht.

Das Weiße Haus hatte vergangenen Oktober von „verdächtigen Aktivitäten“ in seinem nicht-geheimen Netzwerk berichtet. Danach war das System in Abständen für Sicherheitsvorkehrungen heruntergefahren worden.

„Wir nehmen diese Aktivitäten sehr ernst“, zitiert der Fernsehsender einen Regierungssprecher, der über mögliche Hintermänner der Cyber-Attacke keine Angaben machen wollte.

Russland weist Vorwürfe zurück

Russland wies die Berichte entschieden zurück. „Das ist inzwischen schon zum Sport geworden: für alles wird Russland verantwortlich gemacht“, kritisierte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Mittwoch in Moskau. „Hauptsache, niemand findet demnächst im Fluss Potomac russische U-Boote, wie das schon in anderen Ländern der Fall war“, scherzte er.

Russland sei an einer Zusammenarbeit mit den USA bei der Lösung internationaler Krisen und Probleme interessiert. Eine gegenseitige „Dämonisierung“ lehne Moskau ab.

Täglich gebe es im Übrigen Hunderte, manchmal sogar Tausende Cyberangriffe auf den Kreml und die Webseite von Präsident Wladimir Putin, sagte der Kreml-Sprecher Agenturen zufolge.

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© dpa, dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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