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Gewalt in der Ukraine

©  Sergey Vaganov über dpa

25.01.2015

Nach Raketenbeschuss in Mariupol Ukraine ruft Staatstrauer aus

Präsident Petro Poroschenko ordnete eine Schweigeminute an.

Kiew  – Nach dem Tod von mindestens 30 Zivilisten bei einem Raketenangriff auf die ukrainische Hafenstadt Mariupol hat die Führung in Kiew für heute eine Staatstrauer ausgerufen. Für Mittag ordnete Präsident Petro Poroschenko eine Schweigeminute an.

Auf dem Unabhängigkeitsplatz (Maidan) in der ukrainischen Hauptstadt zündeten Trauernde in der Nacht Kerzen an, mit denen sie den Namen Mariupol auf dem Pflaster formten.

Bei dem Beschuss eines Wohnviertels in der von Regierungstruppen beherrschten Hafenstadt wurden nach Behördenangaben auch rund 100 Menschen verletzt. Mehr als 50 Häuser wurden beschädigt, darunter vier Schulen und drei Kindergärten.

Nach Untersuchungen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) kam der Beschuss aus dem Gebiet prorussischer Separatisten östlich von Mariupol. Das ukrainische Militär und die Aufständischen geben sich gegenseitig die Schuld für den Angriff.

Die Separatisten hatten am Samstag nach eigenen Angaben eine Offensive auf Mariupol begonnen. In der Nacht zum Sonntag habe es aber keine neuen Gefechte bei Mariupol gegeben, teilte die Stadtverwaltung mit. Nordöstlich der Separatistenhochburg Donezk sei es vereinzelt zu Kämpfen gekommen, berichtete die Militärführung in Kiew.

Im UN-Sicherheitsrat scheiterte die Abstimmung über eine Verurteilung der Ereignisse in Mariupol. Großbritannien warf Russland eine Blockade vor. Die russische Delegation erklärte der Agentur Tass zufolge, die Abstimmung sei gescheitert, weil Großbritannien auf eine Verurteilung der Aufständischen in der Ostukraine gedrungen habe und Handlungen der Führung in Kiew nie kritisiert würden.

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