Nachrichten und Schlagzeilen aus aller Welt - Digital - newsburger.de

Surfen in Istanbul

© Tolga Bozoglu über dpa

06.03.2015

Internetzensur Türkei blockiert „Charlie-Hebdo“-Website

Die Seite könnte religiöse Gefühle verletzten.

Istanbul – Die Behörden in der Türkei haben den Zugang zur Internetseite des religionskritischen französischen Satiremagazins „Charlie Hebdo“ blockiert. Nutzer in der Türkei erhielten eine Fehlermeldung, wenn sie versuchten, die Adresse aufzurufen.

Die Seite des Satiremagazins gehöre zu Dutzenden Webseiten, deren Sperre die Telekommunikationsbehörde im vergangenen Monat beantragt habe, weil sie religiöse Gefühle verletzten könnten, berichtete die Zeitung „Hürriyet“. Betroffen ist auch die Internetseite der einzigen Atheisten-Vereinigung in der mehrheitlich muslimischen Türkei.

Islamisten hatten im Januar die Redaktion von „Charlie Hebdo“ in Paris angegriffen und zwölf Menschen ermordet. In der Ausgabe nach dem Anschlag veröffentlichte das Magazin auf seiner Titelseite erneut eine Karikatur des Propheten Mohammed. Ein Gericht in der Türkei ordnete daraufhin die Sperre von Internetseiten an, die das Titelbild zeigten. Vor gut einem Jahr hatten die Behörden in der Türkei Twitter und YouTube gesperrt. Das Verfassungsgericht hob die Blockaden allerdings wieder auf.

Nach Angaben der Webseite Engelliweb.com, die sich mit Internetzensur in der Türkei befasst, sind mehr als 67 000 Sites im Land gesperrt. Die meisten betroffenen Inhalte sind pornografischer Natur, es befinden sich aber auch politische Angebote darunter.

Weitere interessante Artikel

Unterstützen durch teilen: Sie können unsere Arbeit ganz einfach unterstützen indem Sie diesen Artikel auf einer der folgenden Social Media Plattformen teilen. Jeder geteilte Artikel hilft uns. Dankeschön!
Google+

© dpa / newsburger.de

URL zum Artikel: newsburger.de/tuerkei-tuerkei-blockiert-charlie-hebdo-website-79819.html

Weitere Nachrichten

WhatsApp

© WhatsApp Inc.

Telemediendienste BKA will gesetzliche Kooperationspflicht für WhatsApp & Co.

Angesichts zunehmender kryptierter Kommunikation von Terrorverdächtigen will das BKA eine gesetzliche Kooperationspflicht für WhatsApp und andere Provider. ...

Nokia Handy Micro USB

© Reinraum / gemeinfrei

Ansip und Oettinger Roaming-Gebühren fallen zum 15. Juni 2017

Die Roaming-Gebühren bei Reisen in der EU werden wie versprochen am 15. Juni 2017 abgeschafft. Das haben Andrus Ansip, Vizepräsident der EU-Kommission und ...

Applestore

© N-Lange.de / CC BY-SA 3.0

Spionagesoftware Pegasus Regierung sieht IT-Konzerne in der Verantwortung

Nach der Enthüllung der Spionagesoftware Pegasus, die sämtlich Daten auf Apples iPhone abgreift, sieht die Bundesregierung vor allem die Techkonzerne in ...

Weitere Schlagzeilen