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Baschar al-Assad

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27.03.2015

Syrien Assad sieht Gespräche mit den USA skeptisch

“Wir sind für jeden Dialog mit jedem offen, auch mit den USA.”

Damaskus – Syriens Präsident Baschar al-Assad sieht mögliche Gespräche mit den USA über ein Ende des Bürgerkriegs in seinem Land skeptisch. Die Regierung in Washington sage „heute dies, morgen das“, sagte Assad in einem Interview der russischen Nachrichtenagentur Tass.

Die USA wollten weiterhin die syrische Führung durch „Marionetten“ ersetzen. „Uns bleibt nur übrig, auf die wirkliche Veränderung der amerikanischen Politik zu warten.“

US-Außenminister John Kerry hatte unlängst gesagt, mit Syrien müsse über ein Ende des Krieges verhandelt werden, direkte Gespräche mit Assad schloss die US-Regierung aber aus. Assad hatte Mitte März nach Angaben des syrischen Staatsfernsehen gesagt, nur das syrische Volk entscheide darüber, ob er im Amt bleibe. In dem Land hatte vor vier Jahren ein Bürgerkrieg begonnen.

Dem US-Sender CBS sagte Assad nun: „Wir sind für jeden Dialog mit jedem offen, auch mit den USA, falls es auf gegenseitigem Respekt beruht.“ Die Souveränität seines Landes dürfe dabei aber nicht infrage gestellt werden.

In dem Tass-Interview fügte Assad an, Syrien zähle weiter auf die Rückendeckung Russlands. Die russische Marinebasis Tartus in Syrien sei ein Stabilitätsfaktor für die Region. „Falls Russland seine Anwesenheit im östlichen Mittelmeer und in Syrien ausdehnen will, würden wir dies begrüßen“, betonte er. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte dazu jedoch, Moskau plane derzeit keine Erweiterung seines Engagements dort.

Russland ist enger Partner Syriens und verkaufte wiederholt Waffen an das Regime in Damaskus. Auch deswegen setze der Westen alles daran, Russland zu schwächen, meinte Assad. „Es gibt eine Verbindung zwischen der Syrien-Krise und dem Geschehen in der Ukraine“, fügte er hinzu. Beide Länder seien für Russland von großer strategischer Bedeutung. Vor allem die USA, Frankreich und Großbritannien würden aber versuchen, Russland zu schaden – zum Beispiel mit Sanktionen.

Die Luftangriffe etwa der USA gegen den Islamischen Staat (IS) in Syrien und im Irak bezeichnete Assad als „wirkungslos und nicht ernst gemeint“. Der Westen wolle die Terrormiliz in Wirklichkeit gar nicht zerstören, sondern als „Erpressungspotenzial“ missbrauchen.

„Sie sagen, dass unser Land undemokratisch ist. Gleichzeitig unterhalten sie gute Beziehungen etwa mit Saudi-Arabien, das überhaupt kein Verhältnis zur Demokratie besitzt“, sagte Assad. In Saudi-Arabien gebe es „keine Wahlen, Frauen sind rechtlos, und es geschehen dort andere Dinge, von denen alle wissen“. Dies sei eines von vielen Beispielen für die „Heuchelei des Westens“, meinte er.

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