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Große Produktionen mit regionaler Sicht geplant

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01.02.2012

SWR Große Produktionen mit regionaler Sicht geplant

Umstrittene Produktion “Rommel” soll im November gezeigt werden – Sender setzt auf Multimedia.

Stuttgart – Der Südwestrundfunk (SWR) plant in diesem Jahr zahlreiche neue Produktionen und will weiter mit starkem regionalem Bezug bei den Zuschauern punkten. “Alles was die Kollegen machen, wird durch die ‘Südwestbrille’ betrachtet”, sagte SWR-Intendant Peter Boudgoust am Mittwoch bei der Jahrespressekonferenz in Stuttgart. Mit einem modernen Neubau will der öffentlich-rechtliche Sender zudem sein Nachrichtenangebot aus Fernsehen, Hörfunk und Internet besser vernetzen. Geplant sind auch multimediale Sendekonzepte.

Unter den neuen Produktionen des SWR ist auch der umstrittene TV-Fernsehfilm “Rommel” über den Generalfeldmarschall Erwin Rommel (1891-1944). Die Produktion soll im November ausgestrahlt werden. Boudgoust sagte, der großartige Film werde die Menschen in Baden-Württemberg und ganz Deutschland “faszinieren und bewegen”. Der SWR trage damit seinen Teil zu einer “nach wie vor notwendigen Debatte” bei.

Das Projekt hatte im Herbst vergangenen Jahres eine Kontroverse unter Historikern ausgelöst. Auch von Rommels Familie kam Kritik am Drehbuch. Der Intendant unterstrich, dass Historiker an dem Film beteiligt gewesen seien. Die Familie sei ebenfalls mit einbezogen worden. Klar sei aber, beim SWR könne man sich “keinen Film kaufen”.

Im Anschluss an den Film soll im Ersten eine historische Dokumentation über den Wehrmachtsgeneral gezeigt werden. Zudem ist ein Hörspiel in dem Radiosender SWR2 geplant. Der im baden-württembergischen Heidenheim geborene Rommel hatte während des Zweiten Weltkrieges zunächst die Angriffskriege Adolf Hitlers unterstützt. Der Film zeigt die letzten sieben Monate im Leben des als “Wüstenfuchs” bekannt gewordenen Generals. Nach dem Attentat auf Hitler vom 20. Juli 1944 wurde er zum Giftselbstmord gezwungen.

Eine weitere große Produktion des SWR ist die Literaturverfilmung “Die Heimkehr”. Der Film zum Hermann-Hesse-Jahr mit Heike Makatsch wird am 2. Mai gezeigt. Udo Lindenberg schrieb dazu den Song “The River”. Im Weihnachtsprogramm wird der Märchenfilm “Baron Münchhausen” mit Jan Josef Liefers, Jessica Schwarz und Katja Riemann ausgestrahlt. Derzeit laufen die Dreharbeiten am Ludwigsburger Schloss.

“Multimediales Neuland” will der öffentlich-rechtliche Sender am 13. Mai bei der Ludwigshafener “Tatort”-Episode “Der Wald steht schwarz und schweiget” betreten. Im Anschluss sollen die Zuschauer im Internet “weiterermitteln” können.

Als weitere Neuerung will der SWR das “Islamische Wort”, das bisher nur im Internet gehört werden konnte, auf SWRinfo ausstrahlen. Hier erhielten Muslime die Möglichkeit, authentisch über ihren Glauben zu sprechen, sagte der Intendant.

Einen modernen Look bekommt die “SWR Landesschau aktuell Baden-Württemberg”. Sie wird künftig in einem virtuellen Studio im “Neubau am Funkhaus” produziert. Dabei handelt es sich nach Senderangaben um eines der modernsten Nachrichtenstudios Europas. Auf einem virtuellen Würfel oder einer Videowand sollen beispielsweise Infografiken gezeigt und komplexe Zusammenhänge veranschaulicht werden.

Der Neubau sei das Versprechen an die Menschen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, bestes Programm zu produzieren, sagte der Intendant. Die Zeiten, in denen Kassetten und Bänder über lange Flure hätten transportiert werden müssen, seien vorbei. “Wir sind jetzt ein multimediales Haus der kurzen Wege.”

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