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Stefan Raab

© ProSieben/Willi Weber

09.09.2012

"Absolute Mehrheit" Stefan Raab plant politische Talkshow

„Ich will die einzige relevante Talkshow im Privatfernsehen machen.“

Köln – ProSieben-Star Stefan Raab will am 11. November eine eigene politische Talkshow starten, die etwa einmal monatlich sonntags abends gesendet werden soll. „Ich will die einzige relevante Talkshow im Privatfernsehen machen“, sagte Raab dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. Man dürfe „solche politischen Gesprächsrunden nicht den öffentlich-rechtlichen Sendern überlassen. Sonst kann man auch den Hund den Wurstvorrat bewachen lassen“.

Für Raab ist die geplante Show „eine Herausforderung, weil ich durchaus glaube, dass man die jungen Zielgruppen mit solchen Formaten wieder für Politik interessieren kann“. Dass andere Talks „einen bisher oft ins Koma senden, heißt ja nicht, dass das nicht spannender geht“. In Raabs Talkshow sollen fünf Gäste – „zwei bis drei Berufspolitiker, ein Promi und ein Normalbürger“ – nacheinander über vier gesellschaftlich relevante Themen diskutieren.

Neu ist, dass die Zuschauer per Hotline direkt die Möglichkeit bekommen, ihre Sympathien für die einzelnen Diskutanten zu bezeugen. Schafft einer von Raabs Gästen es am Ende, mehr als 50 Prozent der Zuschauerstimmen zu erringen, erhält er als Siegprämie 100.000 Euro, deshalb soll die Show auch „Absolute Mehrheit“ heißen, Untertitel: „Meinung muss sich wieder lohnen“. Raab dazu im „Spiegel“. „Während die anderen Talks alles völlig ergebnislos vor sich hin diskutieren, wissen Sie bei uns am Ende künftig wenigstens, welche Meinung die Masse der Zuschauer hat. Ehrlich gesagt wundere ich mich, dass das bisher noch niemand gemacht hat.“

Präsentiert werden soll die Show immer sonntags abends auf ProSieben nach dem Spielfilm – also direkt gegen Günther Jauch, dem Raab zugleich Zuschauer abspenstig machen möchte: „Herr Jauch hat in unseren Zielgruppen einen recht überschaubaren Marktanteil. Wir wollen ihn da natürlich schlagen“, so Raab, auch wenn er zugleich sicher ist: „Wir werden es am Anfang nicht einfach haben. Aber nicht, weil unser Konzept absurd wäre, sondern weil es so neu und deshalb riskant ist.“

Der 45-jährige TV-Macher hofft, dass die Berliner Politik schnell mitspielt: „Wenn einer wie der CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt bei uns 100.000 Euro abräumt, wäre er doch im Berliner Betrieb zwei Wochen lang King of Kotelett.“

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