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Alexis Tsipras

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07.07.2015

SPD Gabriel attackiert Tsipras

Ökonomische Folgen für Deutschland fürchte er nicht.

Berlin – Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hat den griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras scharf kritisiert. Der griechische Regierungschef habe versucht, „die gesamte Euro-Zone auf den Kopf zu stellen“ und nicht verstanden, dass das nur zu Lasten der Griechen gehe, sagte Gabriel dem „Stern“. „Genau das ist jetzt passiert.“

Zugleich warb Gabriel um Verständnis für die griechische Bevölkerung und für humanitäre Hilfsprogramme angesichts der sich abzeichnenden Not nach einer Zahlungsunfähigkeit des Landes. „Wir dürfen die Menschen nicht verantwortlich machen für die Dummheiten ihrer Regierung.“

Ökonomische Folgen für Deutschland fürchte er nicht, sagte Gabriel. „Die Euro-Zone ist stark und stabil. Wir handeln nicht, weil wir selbst Sorgen haben. Wir müssen uns Sorgen um Europa machen.“ Griechenland sei zwar „wichtig, aber gemessen an den anderen Problemen absorbieren diese endlosen Verhandlungen viel zu viel Kraft“. Diese Kraft sollte Europa besser für die Ukraine oder das Flüchtlingsdrama investieren, so der SPD-Chef.

In diesem Zusammenhang kritisierte der Vizekanzler jene EU-Staaten scharf, die sich weigern, Flüchtlinge aufzunehmen. „Europa ist keine Schönwetterveranstaltung, wo man das Geld nimmt, aber sich drückt, wenn es darum geht, Verantwortung zu übernehmen. Da gehen die Werte Europas zu Bruch. Das ist teurer als alles andere“, so Gabriel.

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