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Sigmar Gabriel

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14.08.2017

Korea-Konflikt Gabriel fürchtet viele Tote in Seoul und Tokio

Der Union warf Gabriel vor, sich dem US-Präsidenten zu „unterwerfen“.

Berlin – Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) fürchtet viele Todesopfer „in Seoul und sogar bis nach Tokio“, sollte es zu einer militärischen Eskalation mit Nordkorea kommen.

Selbst ein konventioneller Krieg würde „unfassbar viele Tote fordern“, aber auch ein Atomkrieg sei nicht ausgeschlossen, sagte Gabriel den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (Montagausgaben). „Genau das meinte doch der US-Verteidigungsminister, als er sagte, dass ein Krieg gegen Nordkorea so ungeheuer viele Tote mit sich bringen würde, wie sie die Welt seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs nicht gesehen hat“, so Gabriel.

Der deutsche Außenminister kritisierte das Militärmanöver, das die USA und Südkorea abhalten. Dies könne dazu führen, dass Nordkorea die Gelegenheit zu neuen Provokationen nutze, zum Beispiel um eine Mittelstreckenrakete auf Guam abzufeuern. „Die Amerikaner werden die abfangen und das wird der Diktatur Nordkoreas als nächsten Schritt der militärischen Eskalation dienen. So kann die Spirale der Gewalt beginnen sich zu drehen. Dazu darf es nicht kommen.“

Der Union warf Gabriel vor, sich dem US-Präsidenten zu „unterwerfen“. CDU und CSU würden sich dem Druck Trumps freiwillig beugen und eine Verdoppelung des deutschen Rüstungsetats nach der Bundestagswahl versprechen. Dies sei „nichts anderes als ein Signal an Trump, dass sie seinem Druck nachgeben werden“, so Gabriel.

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