Nachrichten und Schlagzeilen aus aller Welt - Politik - newsburger.de

Fahne von Großbritannien

© über dts Nachrichtenagentur

05.04.2019

Italien Di Maio will Großbritannien mehr Zeit beim Brexit geben

„Wir müssen England die Zeit geben, die es braucht.“

Rom – Der stellvertretende italienische Ministerpräsident und Wirtschaftsminister Luigi Di Maio plädiert dafür, Großbritannien angesichts der jüngsten Brexit-Entwicklungen mehr Zeit zu geben.

„Alle europäischen Länder müssen nun einen Weg finden, der einen Schock für die europäische und englische Wirtschaft verhindert. Wir müssen England die Zeit geben, die es braucht“, sagte Di Maio der „Welt“ (Samstagsausgabe).

Zudem äußerte der italienische Wirtschaftsminister den Wunsch an Berlin, dass beide Länder enger zusammenarbeiten sollten bei der Entwicklung einer europäischen Industriepolitik. „Ich würde, wenn ich mir etwas wünschen dürfte, mit Deutschland gerne in der Industriepolitik zusammenarbeiten“, so Di Maio weiter.

Außerdem solle Italien in der neuen EU-Kommission „den Kommissar für Unternehmen und Industrie stellen“, so der italienische Wirtschaftsminister. Da könne man „viel leisten für eine gemeinsame EU-Industriepolitik“, sagte Di Maio der „Welt“.

Außerdem regte er die Schaffung einer gemeinsamen Industriepolitik in Europa an und forderte die EU auf, mehr zu tun, um europäische Großkonzerne zu schaffen, die auf internationaler Ebene mit China und den USA konkurrieren können. „Wir haben keine gemeinschaftliche Industriepolitik und wir investieren nicht genug darin, europäische Champions zu schaffen mit denen wir den Chinesen und Amerikanern Konkurrenz machen könnten“, so der stellvertretende italienische Ministerpräsident weiter.

Er forderte zudem weitere Integrationsschritte in Europa wie Eurobonds und eine europäische Arbeitslosenversicherung und mehr Macht für das Europaparlament.

Italiens Wirtschaftsminister sieht Eurobonds und eine EU-weite Arbeitslosenversicherung als Möglichkeit, der EU-Müdigkeit der Europäer entgegenzuwirken. „Die Bürger wenden sich von Europa ab, weil die Institutionen ihre Probleme ignorieren. Instrumente wie Eurobonds oder eine gemeinsame Arbeitslosenversicherung erlauben uns, Risiken auf alle zu verteilen und wichtige Probleme zu lösen“, sagte Di Maio der „Welt“.

Er würde dem EU-Parlament „mehr legislative Macht geben. Es wäre ein System der Checks and Balances, das es ermöglichen würde, Risiken zu teilen. Ich sage nicht: Europa muss uns das Geld geben und den Rest entscheiden wir allein“, so der stellvertretende italienische Ministerpräsident weiter.

Weitere interessante Artikel

Unterstützen durch teilen: Sie können unsere Arbeit ganz einfach unterstützen indem Sie diesen Artikel auf einer der folgenden Social Media Plattformen teilen. Jeder geteilte Artikel hilft uns. Dankeschön!

© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

URL zum Artikel: newsburger.de/italien-di-maio-will-grossbritannien-mehr-zeit-beim-brexit-geben-109779.html

Weitere Meldungen

Katarina Barley

© über dts Nachrichtenagentur

Grüne Giegold kritisiert Barleys „Schlingerkurs“ bei Upload-Filtern

Der Grünen-Spitzenkandidat für die Europawahl, Sven Giegold, hat die Entscheidung von Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) scharf kritisiert, der ...

Sigmar Gabriel

© über dts Nachrichtenagentur

Bericht Gabriel beschloss „Landshut“-Rückholung im Alleingang

Der SPD-Politiker Sigmar Gabriel hat während seiner Amtszeit als Außenminister laut eines Medienberichts entschieden, das Wrack der Lufthansa-Maschine ...

Theresa May

© über dts Nachrichtenagentur

Brexit Britische Premierministerin bittet EU um Aufschub bis 30. Juni

Die britische Premierministerin Theresa May hat die Europäische Union in einem Brief um eine Brexit-Verschiebung bis zum 30. Juni gebeten. Falls die ...

Wikileaks Julian Assange muss Botschaft bald verlassen

Wikileaks-Sprecher Julian Assange muss die Botschaft von Ecuador womöglich bald verlassen. Über den Twitter-Account der Organisation wurde am ...

Umfrage Mehrheit sieht höheren Wehretat kritisch

Die Mehrheit der Bundesbürger sieht einen höheren Wehretat kritisch. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag des ...

Regierungssprecherin Merkel trifft Obama zu vertraulichem Gespräch in Berlin

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird den früheren US-Präsidenten Barack Obama am Freitag zu einem vertraulichen Gespräch in Berlin treffen. Sie werde ...

Spanien Ministerpräsident Pedro Sánchez besorgt über rechte Parteien

Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez hat sich besorgt darüber geäußert, dass rechte Parteien im politischen Wettstreit mit Rechtspopulisten immer ...

Politologe NATO-Kritik an Verteidigungsausgaben berechtigt

Den Vorwurf von US-Präsident Donald Trump zum 70. Jubiläum der NATO, dass Deutschland zu wenig in die Verteidigung investiert, hält Christian Hacke, ...

Kramp-Karrenbauer Nichteinhaltung des Zwei-Prozent-Ziels gefährdet deutschen Ruf

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer sieht im Streit um die deutschen Verteidigungsausgaben den Ruf Deutschlands gefährdet. "Eine der größten offenen ...

EU Finanzen dürfen bei 5G-Ausbau nicht im Vordergrund stehen

Die EU-Kommission hat die Mitgliedstaaten der Europäischen Union davor gewarnt, beim Aufbau des neuen 5G-Mobilfunknetzes finanzielle Gesichtspunkte in den ...

Brexit EU-Kommission fordert May und Corbyn zur Einigung auf

Die Europäische Kommission appelliert an die britische Premierministerin Theresa May und den Labour-Chef Jeremy Corbyn, sich bei ihren Gesprächen über den ...

No-No-Deal-Gesetz Längere Brexit-Verschiebung wahrscheinlicher

Das britische Unterhaus hat am Abend denkbar knapp für einen Gesetzentwurf gestimmt, der einen EU-Austritt ohne Abkommen unmöglich machen soll. 313 ...

Bericht BDI drängt Bundesregierung zur Aufstockung des NATO-Budgets

Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Dieter Kempf, übt laut eines Zeitungsberichts scharfe Kritik am Engagement Deutschlands ...

Bericht Bundesregierung sichert Rüstungsdeal mit Ägypten ab

Die Bundesregierung unterstützt laut eines Zeitungsberichts die Lieferung von sechs Fregatten an Ägypten im Wert von rund 2,3 Milliarden Euro. Der ...

Zwei-Prozent-Ziel Von der Leyen sichert NATO Verlässlichkeit zu

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat die deutschen Leistungen innerhalb der NATO hervorgehoben und die Verlässlichkeit beim ...

Brexit Juncker plädiert für weiteren Aufschub

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat für eine weitere Verschiebung des Brexits bis zum 22. Mai plädiert. Voraussetzung sei, dass das britische ...

"Brexit"-Debatte Schulz kritisiert „zynische Machtspielchen“ im britischen Parlament

Der ehemalige EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) hat den Abgeordneten im britischen Parlament "zynische Machtspielchen" vorgeworfen. Die ...

Nord Stream 2 Russland und Ukraine streiten weiter über neuen Gastransitvertrag

Russland hat bei den trilateralen Verhandlungen mit der EU-Kommission und der Ukraine offenbar harte Bedingungen für die Fortsetzung des Gastransits durch ...

EU-Kommission Zollbehörden auf No-Deal-Brexit im April vorbereitet

Die Zollbehörden in der Europäischen Union sind nach Angaben der EU-Kommission auf einen harten Brexit in der Nacht auf den 13. April vorbereitet. "Customs ...

Unabhängigkeit der Justiz unterlaufen EU-Kommission startet neues Verfahren gegen Polen

Die EU-Kommission startet ein neues Vertragsverletzungsverfahren gegen Polen. Das wurde in Brüssel am Mittwoch mitgeteilt. Konkret geht es um ein Gesetz ...

Internationale Missionen Kabinett beschließt Verlängerung von drei Bundeswehreinsätzen

Die Bundeswehr soll sich auch weiterhin an den internationalen Missionen der Vereinten Nationen und der EU am Horn von Afrika und in Mali beteiligen. Das ...

Linke Gysi scheitert mit Antrag für Rausschmiss von US-Botschafter

Der ehemalige Vorsitzende der Linken-Bundestagsfraktion, Gregor Gysi, ist in den eigenen Reihen mit dem Antrag gescheitert, US-Botschafter Richard Grenell ...

Identitären-Verbindungen Kurz hebt gute Zusammenarbeit der Sicherheitsdienste hervor

Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz hat vor dem Hintergrund der Debatte um Identitären-Verbindungen der FPÖ die gute Zusammenarbeit der ...

Brexit May will EU um weitere Verschiebung bitten

Die britische Premierministerin Theresa May hat angekündigt, die Europäische Union um eine weitere Verschiebung des Brexit-Termins zu bitten. Die EU mit ...

CDU Altmaier fürchtet „großen Crash“ bei ungeregeltem Brexit

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) warnt eindringlich vor den Folgen eines ungeregelten Brexits und besteht - sofern erforderlich - auf eine ...

Grundwasser FDP verlangt europaweit einheitliches Nitrat-Messnetz

Die FDP im Bundestag hat im Streit um den Zustand des deutschen Grundwassers den Aufbau eines europaweit einheitlichen Nitrat-Messnetzes gefordert. "Der ...

EU-Agrarkommissar Landwirtschaft muss mehr für Umweltschutz tun

EU-Agrarkommissar Phil Hogan hat auf die Notwendigkeit weiterer Umweltschutzmaßnahmen im Bereich der Landwirtschaft hingewiesen. "Die Dringlichkeit der ...

EU-Parlamentsvizechef „Deutschland behandelt Polen unfair“

Der Vizepräsident des EU-Parlaments, Zdzislaw Krasnodebski, hat den Umgang der Bundesregierung mit Polen ungewöhnlich scharf kritisiert und Deutschland ...

Brexit Britisches Parlament lehnt wieder alle Alternativen ab

Das britische Unterhaus hat in einer Probeabstimmung am Montagabend wie schon in der letzten Woche alle vorgestellten Brexit-Alternativen mehrheitlich abgelehnt. ...

Dublin-Regel Schwedischer Ministerpräsident mahnt zur Einhaltung

Der schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven hat zur Einhaltung der Dublin-Regeln in Europa gemahnt, weil bei diesem Thema die EU auf der Suche nach ...

Engagement Schwedischer Ministerpräsident lobt Greta Thunberg

Der schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven hat das Engagement der schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg gelobt. "Ihr Einsatz ist beeindruckend", ...

Facebook Digitalpolitiker sehen Regulierungs-Vorschläge skeptisch

Die digitalpolitischen Sprecher von Union, SPD und FDP im Bundestag sehen die Vorschläge von Facebook-Chef Mark Zuckerberg für eine stärkere Regulierung ...

Slowakei Steinmeier gratuliert Čaputová zum Wahlsieg

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Zuzana Čaputová zu ihrer Wahl zur Präsidentin der Slowakei gratuliert. "Sie haben es vermocht, der ...

Weitere Nachrichten