Nachrichten und Schlagzeilen aus aller Welt - Politik - newsburger.de

Recep Tayyip Erdogan

© über dts Nachrichtenagentur

01.09.2017

FDP-Chef Lindner „Erdogan versteht nur die Sprache der Härte“

Deshalb müssten nun alle Ampeln auf Rot geschaltet werden.

Berlin – FDP-Chef Christian Lindner hat die Bundesregierung angesichts der neuerlichen Festnahme von zwei deutschen Staatsangehörigen in der Türkei dazu aufgefordert, den Druck auf Ankara zu erhöhen: „Herr Erdogan versteht nur die Sprache der Härte“, sagte Lindner den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstag). Das habe man bereits im Konflikt mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin gesehen.

„Die inkonsequente Politik der Bundesregierung – Wahlkampfhilfe, Referendum, Böhmermann – hat doch nur die Opposition in der Türkei geschwächt. Jedes Entgegenkommen Europas ist ein Tritt in die Kniekehlen der Opposition.“ Deshalb müssten nun alle Ampeln auf Rot geschaltet werden.

„Erdogan verfolgt ein neues Geschäftsmodell für die Türkei: Die Wiederherstellung des Osmanischen Reichs in Form einer islamistischen Präsidialdiktatur.“ Dafür sei kein Platz in Europa. Es sei „klar, dass sich Herr Erdogan nicht an rechtsstaatliche und zivilisatorische Anforderungen hält“, sagte der FDP-Chef. Es könne daher auch keine Kooperation in wirtschaftlicher Hinsicht mehr geben.

„Die Beitrittsgespräche zur Europäischen Union müssen ausgesetzt werden und die Regierung sollte eine Reisewarnung für die Türkei aussprechen. Offensichtlich können Geschäftsleute, Urlauber und Journalisten sich in der Türkei nicht mehr sicher sein, dass Land auch wieder verlassen zu dürfen.“

Weitere interessante Artikel

Unterstützen durch teilen: Sie können unsere Arbeit ganz einfach unterstützen indem Sie diesen Artikel auf einer der folgenden Social Media Plattformen teilen. Jeder geteilte Artikel hilft uns. Dankeschön!
Google+

© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

URL zum Artikel: newsburger.de/fdp-chef-lindner-erdogan-versteht-nur-die-sprache-der-haerte-101159.html

Weitere Nachrichten

Türkische Flagge

© über dts Nachrichtenagentur

Außenpolitiker Hardt Reisewarnung für Türkei sollte erwogen werden

Der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jürgen Hardt (CDU), hält nach den jüngsten Festnahmen zweier Deutscher in der Türkei den ...

Gerhard Schröder

© über dts Nachrichtenagentur

Merkel Schröders geplantes Engagement für Rosneft „bedauerlich“

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat das geplante Engagement von Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) für den russischen Ölkonzern Rosneft kritisiert: "Ich ...

Cem Özdemir

© über dts Nachrichtenagentur

Özdemir Aussetzung der Hermesbürgschaften für Türkei unglaubwürdig

Der Spitzenkandidat der Grünen, Cem Özdemir, hält die von der Bundesregierung in Aussicht gestellte Aussetzung der staatlichen Hermesbürgschaften zur ...

Weitere Schlagzeilen