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Tabak-Richtlinie EU will Menthol- und Slim-Zigaretten verbieten

Verboten werden sollen grundsätzlich Zusatzgeschmackstoffe.

Brüssel – Die EU Kommission hat sich auf die seit Monaten verzögerte Tabak-Richtlinie verständigt. Wie die „Bild-Zeitung“ (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf den Kommissionsentwurf berichtet, sieht der Vorschlag der Kommission strengere Warnhinweise auf Zigarettenpackungen und das Verbot von Geschmackszusätzen in Zigaretten vor. Schon kommende Woche will die Kommission die umstrittene Richtlinie dem „Bild“-Bericht zufolge förmlich beschließen.

Danach müssen Warntexte („Rauchen tötet“) und Schock-Fotos künftig 75 Prozent der Vorder- und Rückseite der Zigaretten-Packung einnehmen. Dazu kommt die Steuerbanderole. Für den Markennamen bleiben nur noch 20 Prozent der Packung. Bei Selbstdreh-Tabak soll die Warnung auf dem Deckel stehen und 50 Prozent des Deckels einnehmen.

Verboten werden sollen grundsätzlich Zusatzgeschmackstoffe und die Zugabe von Vitaminen, Koffein, Taurin oder Farbstoffen in Zigaretten-Tabak. Das könnte das Aus für Menthol-Zigaretten bedeuten. Vorgeschrieben wird auch, dass der Durchmesser der Glimmstängel nicht kleiner als 7,5 mm sein darf. Die vor allem bei Frauen beliebten Slim-Zigaretten wären dann nicht mehr erlaubt.

Die Vorlage der verschärften Tabak-Regeln hatte sich in den vergangenen Monaten immer wieder verzögert. Vor wenigen Wochen war der bisherige EU-Gesundheitskommissar John Dalli über dubiose Bestechungsvorwürfe gestürzt. Ein enger Vertrauter des Kommissars soll von einem schwedischen Hersteller des Lutschtabaks Snus 60 Mio. Euro Schmiergeld verlangt haben. Dafür sollte das bisherige Snus-Verkaufsverbot in allen EU-Staaten (außer Schweden) aufgehoben werden. Nach der jetzt von Dallis Nachfolger Tonio Borg vorgelegten neuen Tabak-Richtlinie bleibt der Schweden-Lutschtabak aber weiter verboten.

13.12.2012 © dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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