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02.11.2014

Elektronische Kriegsführung Nato registriert immer heftigere Cyber-Attacken

„Wir registrieren eine höhere Intensität und Komplexität von Cyber-Attacken.“

Brüssel – Die Nato sieht sich immer heftigeren Angriffen auf ihre Computer-Netzwerke ausgesetzt: „Wir registrieren eine höhere Intensität und Komplexität von Cyber-Attacken“, sagte der beigeordnete Nato-Generalsekretär Sorin Ducaru dem Nachrichtenmagazin „Focus“. Die Abwehr solcher Angriffe sei inzwischen „einer der am dynamischsten wachsenden Teile des Nato-Aufgabengebiets“.

Konflikte, in die Russland verwickelt sei, habe die Nato auf Beispiele elektronischer Kriegsführung aufmerksam gemacht. „Sowohl beim Georgien-Konflikt 2008 als auch in der Ukraine-Krise gab es klare Beweise für Cyber-Aktivitäten, die mit dem bewaffneten Konflikt einhergingen“, urteilte Ducaru.

Die Ukraine-Krise habe für das Bündnis auch eine bislang einzigartige Bedrohung seiner Internet-Präsenz gebracht. „In der Nacht vor dem `Krim-Referendum` im März war die Nato-Website einem bisher beispiellosen Angriff ausgesetzt und wurde blockiert“, berichtet Ducaru. Zu dieser Attacke habe sich eine ukrainische Aktivistengruppe mit dem Namen „Cyber Berkut“ bekannt.

Auch während des Nato-Gipfels im September habe es Angriffe gegeben. Diese seien allerdings wegen wirkungsvoller neuer Schutzmaßnahmen der Allianz ohne Effekt geblieben.

Vom 18. bis 20. November findet nach Angaben des rumänischen Diplomaten in Estland an der östlichen Nato-Flanke mit Russland eine Übung statt, die ausschließlich der Abwehr von Cyber-Attacken diene. Erstmals sei auch die Industrie beteiligt.

Die Nato lässt bewusst offen, ob sie auf einen Cyber-Angriff auch mit militärischen Mitteln und der Ausrufung des kollektiven Verteidigungsfalls reagieren würde.

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