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Einkaufsstraße in Athen mit Griechischem Parlament

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04.06.2015

Bericht EU stellt Griechenland mehr Geld in Aussicht

Der Plan stoße allerdings noch bei einigen Euro-Staaten auf Bedenken.

Brüssel – Die Europäer haben der griechischen Regierung für den Fall einer Einigung im Schuldenstreit offenbar weitere Finanzhilfen in Aussicht gestellt. Man könne die 10,9 Milliarden Euro, die bisher für die Rekapitalisierung der Banken vorgesehen seien, umwidmen, berichtet das „Handelsblatt“ (Freitagsausgabe) unter Berufung auf europäische Verhandlungskreise.

Dann könne Athen das Geld nutzen, um im Sommer seine Schulden bei der Europäischen Zentralbank (EZB) und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) zu bedienen, hieß es der Zeitung zufolge. Bedingung sei, dass sich die Athener Regierung rechtzeitig mit EU, EZB und IWF auf einen Reformplan einige.

Um das Geld umzuwidmen und im Sommer auszuzahlen, müsste das laufende zweite Rettungsprogramm noch einmal verlängert werden, hieß es laut „Handelsblatt“ weiter. Es läuft eigentlich Ende Juni aus. Eine Verlängerung ist aus Sicht der Geldgeber wohl notwendig. Denn mit den ausstehenden 7,2 Milliarden Euro im laufenden Hilfsprogramm werde Griechenland „nicht weit kommen“, hieß es dem Bericht zufolge.

Ein Teil des Geldes werde schon für die 1,6 Milliarden Euro benötigt, die Athen im Juni insgesamt beim IWF tilgen müsse. Im Juli und August müsse Griechenland dann noch 6,7 Milliarden Euro aufbringen – für Staatsanleihen, die bei der EZB liegen. Im September stehen dann erneut Zahlungen an den IWF an.

Es werde nicht mehr gelingen, im Juni rechteitig ein drittes Rettungspaket zu schnüren, hieß es der Zeitung zufolge im Umfeld von EU, EZB und IWF. Deshalb sei die einzige Möglichkeit, Athen weitere Notkredite zu gewähren, die knapp elf Milliarden Euro Bankenhilfe zu nutzen. Damit man diese im Sommer umwidmen und auszahlen könne, müsse das Programm noch mal verlängert werden. Der Plan stoße allerdings noch bei einigen Euro-Staaten auf Bedenken.

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