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Auf dem Weg nach Baku

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13.01.2012

Vorentscheid Auf dem Weg nach Baku

Deutscher Grand-Prix-Vorentscheid gestartet – Neues Live-Voting im Einsatz.

Köln – Die Suche nach dem Nachfolger von Grand-Prix-Siegerin Lena Meyer-Landrut ist gestartet: Beim deutschen Vorentscheid 2012 „Unser Star für Baku“ gingen am Donnerstagabend die ersten Kandidaten ins Rennen. Und bei der erneuten ARD/ProSieben-Kooperation bewies Showproduzent und Juror Stefan Raab einmal mehr, dass er ein Händchen für Innovationen hat.

Der neue Abstimmungs-Modus, bei dem die TV-Zuschauer bis zum Schluss live verfolgen und beeinflussen können, auf welchem Platz die Kandidaten liegen, machte die Konkurrenz bis zuletzt spannend. „Den Herzinfarkt oder den Hirnschlag, den ich erleben werde während dieser Sendung, habe ich deinem Voting-Sytem zu verdanken“, sagte der neue Jury-Präsident Thomas D am Ende der fast dreistündigen Live-Show in Richtung Raab.

Mehrere tausend Bewerber wollten bei der Castingshow dabei sein, 20 von ihnen wurden für das Format ausgewählt. Fünf der ersten zehn jungen Sänger – sechs Frauen und vier Männer Anfang 20, darunter kein Lena-Klon – schafften in Sendung eins den Sprung in die nächste Runde. Vier Frauen und ein Mann wurden von den TV-Zuschauern auf die ersten fünf Plätze gewählt. Sie sind nun weiter im Wettbewerb um das Ticket zum Eurovision Song Contest (ESC) am 26. Mai in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku.

Der verbale Einsatz der Jury-Mitglieder kurz vor dem Abstimmungsende für den einen oder anderen Kandidaten hatte dabei offenbar noch Einfluss auf die Platzierung. Spannend wird auch sein, wie viele – kostenpflichtige – Voting-Anrufe während der ProSieben-Sendung eingingen.

Wohl am meisten Beifall vom Studiopublikum erhielt Sänger Roman Lob, der bereits vor fünf Jahren bei der RTL-Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ mitmachte. Der Industriemechaniker aus Neustadt/Wied, in kariertem Hemd und Basekap, erntete für „After tonight“ von den Juroren Raab, Thomas D und Alina Süggeler von der Band Frida Gold dickes Lob: „Der Nachname ist Programm“, befand beispielsweise Ex-Jury-Präsident Raab, der Lena 2010 zum ESC-Sieg begleitet hatte.

Der 21-Jährige Roman landete am Ende auf Platz zwei hinter der 20-jährigen Abiturientin Shelly aus Coburg, die die Jury mit ihrer Interpretation von Amy Winhouse‘ „Valerie“ begeisterte. „A Star is born“, zeigte sich Thomas D überzeugt.

Der Musiker von den Fantastischen Vier konnte jedoch auch anders: „Das war nicht dein Song, Jan“, urteilte er nach dem Auftritt eines 21-Jährigen mit dem Rocksong „Closer to the edge“. „Wenn man diesen Song singt, dann braucht man Eier, die müssen so groß sein, dass sie nicht in die Hose passen“, beschied der Schwabe ganz unverblümt. Auch Callcenter-Mitarbeiter Salih musste einstecken: „Salih, das war nix“, fand Thomas D. „Mal im Ernst, ich sah dich, zwar als lustigen Typen, doch das Singen musst noch üben“, reimte der Hiphopper.

Eine Runde weiter sind dagegen Cline (21) aus Lörrach, die eine Gesangsausbildung macht, Lehramtsstudentin Leonie (21) aus Essen und Musikerin Katja (24) aus Berlin. Das Votum fiel denkbar knapp aus. Mit nur 0,2 Prozentpunkten weniger verpasste Kandidat Kai am Ende den Sprung in die Top Fünf.

Am kommenden Donnerstag (19. Januar, 20.15 Uhr) treten noch einmal zehn Kandidaten bei „Unser Star für Baku“ an. Insgesamt acht Shows umfasst der Vorentscheid. Das Finale ist am 16. Februar im Ersten zu sehen.

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