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„Verlieren ist die schlimmste Smartphone-Gefahr

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05.03.2012

Sicherheitsexperte „Verlieren“ ist die schlimmste Smartphone-Gefahr

Warnung vor Daten sammelnden Apps.

Hannover – Nicht Viren und Trojaner, sondern Verlust und Diebstahl sind nach Ansicht des Computer-Sicherheitsexperten Jan Volzke die größte Sicherheits-Bedrohung für Smartphones und Tablet-Computer. „Egal welches System man nimmt, jedes Smartphone oder Tablet ist bei weitem sicherer als ein PC“, sagte der beim Sicherheitsunternehmen McAfee für mobile Sicherheit verantwortliche Manager der dapd kurz vor Beginn der Cebit in Hannover.

So tauchten täglich 60.000 neue Schadprogramme für den PC auf, in zehn Jahren Smartphone-Evolution habe man es dagegen auf insgesamt auf „nur“ rund 10.000 Viren gebracht. „Das schlimmste was einem heute passieren kann – und was auch am häufigsten passiert – ist, dass man das Gerät verliert“, sagte Volzke. „Egal wie sich die Sicherheitswelt entwickelt, das wird für immer und ewig ein Problem bleiben.“

Aber auch darüber hinaus gebe es durchaus Bedrohungen, auf die sich Smartphone-Nutzer einstellen müssten. Grundsätzlich biete das Handy, anders als der PC, über die Mobilfunk-Rechnung quasi automatisch einen fast direkten Zugang zum Portemonnaie des Opfers, sagte Volzke. „Das ist natürlich interessant für den Hacker. Denn je näher er am Geldfluss ist, desto leichter kann er mitverdienen.“ Und es sattelten durchaus bereits Hacker vom PC auf die Mobilplattformen um, weil eine ausreichend große Zahl potenzieller Opfer, der Zugang zu ihnen über die App-Stores und die Entwicklungswerkzeuge bereitstünden.

Die derzeit größte Gefahr bei Apps sei aber nicht, sich einen Virus einzufangen, sondern ein Programm herunterzuladen, das mit den Nutzerinformationen nicht vertraulich umgeht. „Da wird eine ganze Menge Unfug getrieben – oft ohne Absicht, oft aber eben auch mit dem klaren Gedanken, die Daten zu sammeln und später zu nutzen“, erklärte Volzke. Auch das betrügerische Abfragen von Kontodaten, das sogenannte Phishing, sei auf PCs und im Mobilbereich eine sehr reale Gefahr, weil die Internet-Browser überall „ähnlich offene Scheunentore“ seien. Grundsätzlich seien Betriebssysteme sicherer, deren Betreiber auftauchende Sicherheitslücken möglichst schnell durch ein Update schließen könnten, sagte Volzke. Apple iOS sei hier deshalb besser als die sehr verzweigte Android-Plattform von Google.

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