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Sparkassen lehnen Google-System „Wallet ab

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25.09.2011

Google Sparkassen lehnen Google-System „Wallet“ ab

Berlin – Die deutschen Sparkassen wollen zunächst nicht mit „Wallet“ zusammenarbeiten, dem mobilen Handy-Zahlungssystem des Internetriesen Google.

Eine Kooperation mit Google käme für die Sparkassen nur in Frage, wenn deutsche Anforderungen an den Datenschutz erfüllt wären, sagte Wolfgang Adamiok vom Sparkassenverband DSGV dem Nachrichtenmagazin „Focus“. „Das sehen wir derzeit nicht“, so der Leiter Zahlungsverkehr vom DSGV. Man setze daher lieber auf den NFC-Chip in der hauseigenen Sparkassencard für dessen Sicherheit man garantieren könne.

„Ähnliches gilt auch für eine direkte Zusammenarbeit mit den deutschen Mobilfunkern“, so Adamiok. Die Zahlungshoheit und die damit verbundene Datensicherheit müssten immer bei den Banken liegen.

Den deutschen Mobilfunkgesellschaften gelingt es bisher nicht, ein eigenes System auf den Markt zu bringen. Die beteiligte Deutsche Telekom räumte auf „Focus“-Anfrage ein, für ein Gemeinschaftsprojekt dreier Mobilfunkanbieter mit dem Namen „mpass“ gebe es noch keinen Starttermin. Nach „Focus“-Recherchen kommen vor allem die Verhandlungen mit deutschen Banken nicht voran, da die Geldinstitute den Mobilfunkanbietern Geld dafür zahlen müssten, wenn Bezahlfunktionen aufs Handy kämen. Eine solche Gebühr lehnen einzelne Banken und Sparkassen aber bisher ab.

Beim Münchner Hersteller von Banknoten und Handy-SIM-Karten, Giesecke und Devrient (G&D), ist man hingegen überzeugt, dass die Anfangsschwierigkeiten des kontaktlosen Bezahlens mit dem Handy (NFC) bald überwunden sein werden. „Ich rechne damit, dass es im Jahr 2015 weltweit mindestens 200 Millionen Handys mit NFC-Technologie geben wird“, sagte der Geschäftsführer Mobile Security von G&D, Michael Kuemmerle, zu „Focus“.

Einen reibungslosen Start mit dem mobilen Bezahlen verspricht die Deutsche Bahn für den Herbst. „Ab 1. November haben allen Kunden, die ein Smartphone mit NFC-Chip besitzen, deutschlandweit die Möglichkeit, mobil und auch im Fernverkehr Zug zu fahren“, sagte ein Bahnsprecher „Focus“. Bisher funktioniere das erst in einigen Regionalnetzen. Der Kunde müsse sich künftig beim Einsteigen an einem Lesegerät am Bahnsteig, einem „Touchpoint“, anmelden und beim Aussteigen wieder abmelden. Die Abrechnung erfolge über den Funkchip. Derzeit funktioniert das papierlose Bahnticket nur für bestimmte Telekom- und Vodafone-Kunden.

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