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Heinz Kahlau Lyriker ist tot

Meisterschüler von Bertolt Brecht – Bislang 20 Lyrikbände erschienen.

Leipzig – Der Lyriker und Drehbuchautor Heinz Kahlau ist tot. Nach Informationen der „Leipziger Volkszeitung“ starb er bereits Karfreitag im Alter von 81 Jahren, wie seine Witwe bestätigte. Bislang sind etwa 20 Lyrikbände von Kahlau erschienen. Sein bekanntestes Werk ist der Band „Du“, eine Sammlung von Liebesgedichten.

Kahlau wurde am 6. Februar 1931 in Drewitz bei Potsdam geboren und schrieb mit 19 Jahren sein erstes Gedicht. Später wurde er Meisterschüler von Bertolt Brecht an der Deutschen Akademie der Künste in Berlin und veröffentlichte 1954 seinen ersten Gedichtband. Er schrieb Lyrik, Dramen, Prosa und Lieder, arbeitete als Funk- und Filmautor.

Als ihm 1957 wegen kritischer Verse in Zusammenhang mit dem Ungarn-Aufstand Haft angedroht wurde, unterschrieb er eine Verpflichtungserklärung als Inoffizieller Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit, von der er sich 1964 auf eigenen Wunsch entbinden ließ. Das hat er 1990 selbst offengelegt. In dieser Zeit entstanden auch Gedichte, die den Bau der innerdeutschen Mauer bejahten und lobten.

Von 1970 bis 1980 leitete er als Präsident die PEN-Sektion der DDR. Weiterhin engagierte er sich im Schriftstellerverband der DDR und arbeitete mit der Rockgruppe Karat zusammen. Kahlau war Mitglied der SED und zuletzt auch Mitglied der Partei Die Linke. Von 1990 bis 1992 war er Bezirksverordneter der PDS in Berlin-Pankow. Zuletzt erschien von Kahlau 2005 der Band „Sämtliche Gedichte und andere Werke (1950-2005)“ im Aufbau Verlag Berlin.

Zu seinem 75. Geburtstag zog er sich aus Berlin auf die Insel Usedom zurück, wo er weiterhin als Autor arbeitete.

09.04.2012 © dapd / newsburger.de

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