newsburger.de Nachrichten aus aller Welt

Polizei bei einer Demo
© über dts Nachrichtenagentur

Kölner Hooligan-Demo Polizeigewerkschaft wirft NRW-Innenminister Versäumnisse vor

„Für diese Gewalttätigkeit waren es einfach zu wenig Einsatzkräfte.“

Köln – Arnold Plickert, Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in NRW, hat dem nordrhein-westfälischen Innenminister Ralf Jäger im Zuge der Kölner Hooligan-Demo Versäumnisse vorgeworfen. „Für diese Gewalttätigkeit waren es einfach zu wenig Einsatzkräfte“, sagte Plickert der „Welt“.

Jäger hatte am Donnerstag im Düsseldorfer Landtag eingestanden, dass der Einsatz aus heutiger Sicht mit mehr Beamten gefahren worden wäre.

Für Plickert sind die Ereignisse in Köln auch die Folge des Deeskalationskonzepts, das die rot-grüne Landesregierung zunächst nur für bestimmte Bundesliga-Spiele eingeführt hatte: „Ich stelle da in NRW schon eine gewisse Verunsicherung fest, weil man dadurch natürlich das Ziel ausgegeben hat: Wir wollen allgemein Kräfte einsparen.“

Der nordrhein-westfälische CDU-Abgeordnete Werner Lohn sagte: „Wenn man in der Lageeinschätzung davon ausgeht, dass Tausende von Hooligans und Rechtsradikalen anreisen, von denen viele als gewalttätig gelten, dann muss man die Zahl der Einsatzkräfte erhöhen, alles andere ist Realitätsverweigerung.“

Er kritisierte die Haltung Jägers vor dem Ausschuss. „Er zeigt sich arrogant und beratungsresistent. Stattdessen versucht er, die Verantwortung auf die Polizei vor Ort und die Bundespolizei abzuschieben.“

Auch der Polizeiexperte Thomas Feltes von der Ruhr-Uni-Bochum monierte das Krisenmanagement des Innenministers: „Für mich war die Reaktion der Verantwortlichen falsch. Jäger hätte die Versäumnisse gleich einräumen und eine gründliche Prüfung der Ereignisse vornehmen sollen.“

20.11.2014 © dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

Weitere Meldungen

Corona-Krise Polizeigewerkschaft und Kommunen beklagen „Regelungswut“

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund und die Deutsche Polizeigewerkschaft beklagen in der Corona-Pandemie eine "Regelungswut", die die Vollzugsbeamten überfordere und die Akzeptanz in der Bevölkerung verliere. ...

Rechtsextreme Polizei-Chats Staatsanwälte beantragen sechs Strafbefehle gegen Mitglieder

Im Skandal um rechtsextreme Chats bei der Polizei in Essen und Mülheim/Ruhr will die Staatsanwaltschaft Duisburg elf Strafverfahren abschließen. Wie der "Kölner Stadt-Anzeiger" (Dienstag-Ausgabe) aus Justizkreisen erfuhr, haben die Staatsanwälte beim Amtsgericht ...

Debatte um Görlitzer Park Monika Herrmann für härteres Vorgehen in der Rigaer Straße

Strafjustiz am Limit Richterbund fordert neuen Rechtsstaatspakt

"Querdenken"-Demos Polizeigewerkschafts-Chef fordert generelles Verbot

Richterbund Mehr als 10.000 Eilverfahren und Klagen gegen Corona-Auflagen

Bericht Verfassungsschutz befürchtet Terror von Corona-Leugnern

Corona-Pandemie Trotz Lockdown 20 Millionen Überstunden bei deutscher Polizei

Gewerkschaft der Polizei Nicht genügend Bundespolizisten für Schutz von Impfstoff

Coronavirus Zahl infizierter Bundespolizisten steigt stark an

"November-Lockdown" Neun von zehn Eilanträgen abgewiesen

Corona-Leugner-Demonstrationen Polizei sieht sich von Gerichten und Politik allein gelassen

Verlängerung des Teil-Lockdowns Gewerkschaft der Polizei warnt vor unfriedlichen Weihnachten

Coronavirus Berliner Gericht schmettert Eilanträge gegen Lockdown ab

Bundeskriminalamt Nach Anschlag in Wien Razzien in Deutschland

BDVR Verwaltungsgerichte gut für Klagewelle gerüstet

Bericht Großrazzia wegen Kinderpornografie in vier Bundesländern

Missbrauch Kinderschutzbund begrüßt Urteil im Fall Bergisch Gladbach

Komplex Bergisch Gladbach Angeklagter zu 13 Jahren Haft verurteilt

Tödliche Messerattacke in Berlin Tatverdächtiger stellt sich

« Vorheriger ArtikelNächster Artikel »