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Karl May Gedenken an Schriftsteller zum 100. Todestag

250 Menschen erinnern an den Schriftsteller im sächsischen Radebeul.

Radebeul – Mit einer Gedenkfeier haben 250 Menschen in Radebeul an den 100. Todestag des Schriftstellers Karl May erinnert. Mays Romane und Erzählungen ließen den Leser hautnah Abenteuer erleben und seien von tiefer Friedensliebe gekennzeichnet, sagte der Ehrenvorsitzende der Karl-May-Gesellschaft, Claus Roxin, am Freitag am Grab des Schriftstellers in Radebeul. Mays Werke seien ein Plädoyer für Völkerverständigung und Nächstenliebe.

Unter den Gästen der Gedenkfeier waren auch der Präsident des sächsischen Landtags, Matthias Rößler (CDU) und der Geschäftsführer des Bamberger Karl-May-Verlags, Bernhard Schmid. Einige Besucher trugen Indianer- oder Cowboykleidung.

Roxin, einer der wichtigsten deutschen Strafrechtswissenschaftler, sagte, May habe Märchen- und Fantasiewelten geschaffen, die durch ihre Lebendigkeit und Glaubwürdigkeit überzeugten. Dennoch sei May in seinen letzten Lebensjahren vom Großteil des Bildungsbürgertums verachtet worden.

May gilt mit mehr als 200 Millionen verkauften Büchern weltweit als der meistgelesene deutsche Schriftsteller. Er wurde bereits zu Lebzeiten mit Western-Erzählungen wie „Winnetou I“ und „Der Schatz im Silbersee“ bekannt. 1842 in Hohenstein bei Chemnitz als Sohn armer Eltern geboren, starb er am 30. März 1912 als wohlhabender Mann in Radebeul bei Dresden. Er wurde 70 Jahre alt.

Den Wilden Westen und den Orient kannte der Sachse aber lange Zeit nur aus Büchern und Zeitschriften. Erst nachdem May bereits die meisten seiner Werke verfasst hatte, reiste er nach Nordamerika und den Orient.

An der Feier nahmen auch viele Mitglieder der Radebeuler Karl-May-Gesellschaft teil. Auch aus der Schweiz reisten die Besucher an, um an May zu erinnern. Nach der Gedenkfeier eröffnete das Karl-May-Museum einen Erlebnispfad und ein neues Gebäude, in dem künftig Vorträge und Seminare stattfinden sollen.

30.03.2012 - dapd / newsburger.de

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