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Leipzig Buchmesse bestätigt sich als Besuchermagnet

Bücherschau und Literaturfest nach vier Tagen beendet.

Leipzig – Nach vier Tagen ganz im Zeichen der Literatur ist die diesjährige Leipziger Buchmesse am Sonntag mit einem neuen Besucherrekord zu Ende gegangen. 163.500 Literaturfreunde und damit etwas mehr als im Vorjahr (163.000) informierten sich auf dem Messegelände über die Publikationen der 2.071 ausstellenden Verlage aus 44 Ländern. Neben den gedruckten Büchern standen auch E-Books, Hörbücher, digitale Medien und Bildungsangebote im Fokus des Interesses.

„Die starken Besucherzahlen auf der Messe und die vielen glücklichen Gesichter des lesefreudigen Publikums beim Lesefest ‚Leipzig liest‘ machen ganz klar deutlich, dass das gedruckte Buch aus dem gesellschaftlichen Leben nicht wegzudenken ist“, sagte Martin Buhl-Wagner, Sprecher der Geschäftsführung der Leipziger Messe, zum Abschluss der Veranstaltung.

Zu den Glanzlichtern der Veranstaltung gehörte auch in diesem Jahr die Verleihung des Buchpreises der Leipziger Buchmesse. Auf große Zustimmung bei den Gästen der Preisverleihung stieß die Entscheidung der Jury, die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung in der Kategorie Belletristik an den an einem Hirntumor erkrankten Schriftsteller Wolfgang Herrndorf zu vergeben. Doch auch die ebenfalls mit jeweils 15.000 Euro verbundenen Preise in den Kategorien Übersetzung und Sachbuch für Christina Viragh und Jörg Baberowski stießen auf positive Resonanz.

Parallel zur Buchmesse präsentierten sich zur 18. Leipziger Antiquariatsmesse 67 Aussteller aus Deutschland, Frankreich, Österreich, der Schweiz, Schweden, der Tschechischen Republik und Ungarn. „Erfreulich vor allem, dass unser Angebot immer mehr internationale Händler nach Leipzig lockt“, erklärte der Veranstalter der Antiquariatsmesse, Detlef Thursch. Er freute sich außerdem über die vielen Büchernarren, die sich auf der sogenannten Literaturmeile mit gebrauchter Ware eindeckten.

Auch das die Buchmesse begleitende Literaturfestival „Leipzig liest“ verzeichnete wieder zehntausende Besucher an den rund 350 Leseorten auf dem Messegelände und in der Stadt. 2.600 Veranstaltungen mit 2.780 Autoren und Mitwirkenden standen auf dem Programm. Viele hatten mit Spannung die Auftritte des Schweizers Christian Kracht erwartet, dessen Roman „Imperium“ vom Hamburger Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ in die rechtsextreme Ecke gerückt worden war. Kracht jedoch sagte verschiedene Gespräche ab, sprach nicht mit Journalisten und ließ sich nicht fotografieren. Seine Lesung in der Leipziger Universitätsbibliothek war gut besucht, eine Diskussion zum Buch gab es aber auch dort nicht.

Buchmessedirektor Oliver Zille freute sich besonders darüber, dass die Veranstaltung als Bildungsmesse deutlich zulegte. „Der Zuspruch bei den Fachveranstaltungen war in diesem Jahr enorm. Lehrer, Erzieher, Pädagogen, Eltern und Kinder erlebten ein vielfältiges und vor allem nachhaltiges Programm“, resümierte Zille. Die Leipziger Buchmesse werde sich auch in Zukunft intensiv der Leseförderung widmen, sagte er.

18.03.2012 © dapd / newsburger.de

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