Nachrichten und Schlagzeilen aus aller Welt - Panorama - newsburger.de

Anwälte Jens Rabe und Stephan Lucas geben ein Interview vor dem Strafjustizzentrum München

© über dts Nachrichtenagentur

09.06.2013

NSU-Prozess Hinterbliebene erwarten Klartext

Holger G. muss Fragen beantworten.

München – Die Nebenklagevertreter im NSU-Prozess sind skeptisch über den möglichen Erkenntnisgewinn der Aussagen der beiden geständigen Angeklagten Carsten S. und Holger G.

„Dass G. eine vorgefertigte Entschuldigung verlesen hat, kam bei unserer Mandantin zwar gut an“, sagte der Münchner Anwalt Stephan Lucas der „Welt am Sonntag“. „Wenn Semiya Sisek die Entschuldigung aber auch annehmen soll, muss G. Fragen beantworten. Das wichtigste für die Opfer ist, dass sie alles erfahren, was er weiß“, so Lucas. Lucas vertritt zusammen mit seinem Kollegen Jens Rabe die Tochter des 2001 ermordeten Opfers Enver Simsek.

Auch der Angeklagte Carsten S., der die Mordwaffe des Typs Ceska 83 übergeben hatte, sollte nach Ansicht von Lucas und Rabe konkreter werden. „Wir erwarten, dass er sich zu der rechtsextremistischen Ideologie äußert und nicht so tut, als sei er Mitglied in einem unpolitischen Abenteuerclub gewesen“, sagte Lucas.

Weitere interessante Artikel

Unterstützen durch teilen: Sie können unsere Arbeit ganz einfach unterstützen indem Sie diesen Artikel auf einer der folgenden Social Media Plattformen teilen. Jeder geteilte Artikel hilft uns. Dankeschön!
Google+

© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

URL zum Artikel: newsburger.de/nsu-prozess-hinterbliebene-erwarten-klartext-63153.html

Weitere Nachrichten

Polizist

© über dts Nachrichtenagentur

Landeskriminalamt Razzien gegen Rechtsextremisten in Thüringen und Niedersachsen

An verschiedenen Orten in Thüringen und Niedersachsen sind am Freitagmorgen Durchsuchungen wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung im ...

Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber

© über dts Nachrichtenagentur

BKA Zahl der Angriffe auf Asylunterkünfte geht zurück

Die Zahl der Angriffe auf Asylunterkünfte ist in diesem Jahr rückläufig. Bis Mitte Juni seien bundesweit rund 127 entsprechende Vorfälle registriert ...

Polizei

© über dts Nachrichtenagentur

Sachsen-Anhalt Immer mehr Anzeigen gehen elektronisch ein

In Sachsen-Anhalt sind im vergangenen Jahr mehr als 18.000 Anzeigen über das Online-Formular der Polizei registriert worden. Fünf Jahre zuvor waren es ...

Weitere Schlagzeilen