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Polizei

© Alexander Blum / gemeinfrei

25.02.2016

Drei Monate nach Terror in Paris NRW schafft 10000 Schutzwesten für die Polizei an

„Das zeigt, dass es seine Fürsorgepflicht ernst nimmt.“

Bielefeld – Nach der Terrornacht von Paris hat Nordrhein-Westfalen jetzt 5000 neue Schutzwesten für die Polizei bestellt. Das berichtet das Bielefelder WESTFALEN-BLATT (Donnerstagsausgabe). Die neuen Westen der Schutzklasse „3plus“ sind 7,5 Kilogramm schwer und sollen Schüssen aus Kalaschnikow-Gewehren standhalten, wie sie von den Pariser Attentätern verwendet wurden.

Jan Schabacker, Sprecher des Landesamts für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD) in Duisburg, sagte, die Westen würden im April erwartet, weitere 5000 würden im Verlauf des Jahres geordert. Die erste Lieferung kostet 5,8 Millionen Euro. Das Land wird seine Streifenbeamten nicht mit individuellen Westen ausstatten, sondern zunächst jeden der mehr als 2000 Streifenwagen mit zwei Schutzwesten bestücken.

Arnold Plickert, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in NRW, sagte der Zeitung, er begrüße, dass das Innenministerium der Forderung der GdP so schnell gefolgt sei. „Das zeigt, dass es seine Fürsorgepflicht ernst nimmt.“

Bis zum Amoklauf 2002 am Gutenberg-Gymnasium Erfurt (16 Opfer) sah die Polizeitaktik vor, dass Streifenbeamte auf das Eintreffen von Spezialeinheiten warten. Weil man nach Erfurt einsah, dass Warten Menschenleben kostete, wurde die Taktik umgestellt. Inzwischen durchläuft jeder Streifenbeamte ein Amoktraining mit realitätsnahen Szenarien, um sofort eingreifen zu können.

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