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Michael Jackson 1988

© Zoran Veselinovic / CC BY-SA 2.0

29.10.2011

Sachverständiger Michael Jackson könnte Tod selbst verschuldet haben

Der King of Pop hatte sich eine zweite Dosis Propofol selbst verabreicht.

Michael Jacksons könnte selbst Schuld an seinem Tod sein. Der Sänger, der 2009 an einer Überdosis Propofol verstarb, könnte selbst Schuld an seinem Ableben sein. Das erklärte ein Sachverständiger gestern, 28. Oktober, vor Gericht, wo derzeit verhandelt wird, ob Jacksons Leibarzt Dr. Conrad Murray für den Tod seines Schützlings verantwortlich gemacht werden kann.

Paul White, der als Zeuge der Verteidigung in den Zeugenstand trat, erklärte, dass der King of Pop sich eine zweite Dosis des Mittels selbst verabreicht hatte, nachdem eine erste, die ihm zuvor von Murray gegeben wurde, nicht mehr gewirkt habe. Zusätzlich zu der Überdosis Propofol habe der Sänger sich auch ein weiteres Beruhigungsmittel zugeführt, was in der Verbindung zu einer tödlichen Kombination geführt haben könnte.

Damit widersprach der Gutachter der Aussage des anderen Experten Steven Shafer, der vor einigen Tagen erklärt hatte, dass sich Jackson das Mittel nicht selbst verabreicht habe.

Die Überzeugung, dass dies doch möglich gewesen sei, habe White erlangt, nachdem neue Tests an Proben aus Jacksons Autopsie durchgeführt wurden und eine Simulation des Zusammenspiels von Propofol mit einem weiteren Beruhigungsmittel durchgeführt wurde.

Der Anästhesist war der letzte Zeuge im Prozess gegen Murray. Die Verhandlung, in der Dr. Conrad Murray im Fall eines Schuldspruchs zu bis zu vier Jahren Haft verurteilt werden kann, wird am Montag fortgesetzt.

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