Nachrichten und Schlagzeilen aus aller Welt - Panorama - newsburger.de

Betreiber kontrollierten offenbar weitere Filmportale

© gemeinfrei

26.06.2011

kino.to-Prozess Betreiber kontrollierten offenbar weitere Filmportale

Zudem diverse sogenannte Filehoster betrieben.

Dresden – Die Betreiber des abgeschalteten Webseite „kino.to“ kontrollierten offenbar weitere Filmportale, über die raubkopierte Kinohits angeschaut und teils auch heruntergeladen werden konnten. Nach Erkenntnissen der Dresdner Generalstaatsanwaltschaft steckte die Gruppe um den mutmaßlichen Gründer und Chef Dirk B. auch hinter den Internetseiten „movie2k.to“ und „neu.to“ und betrieb zudem diverse sogenannte Filehoster, auf denen die Dateien vorgehalten wurden. Die Beschuldigten hätten die „dauerhafte und umfassende Schädigung der Film- und Fernsehwirtschaft“ angestrebt, heißt es in den Justizunterlagen und „die öffentliche Ordnung nachhaltig gefährdet“.

Der Hauptbeschuldigte Dirk B. ist bereits einschlägig vorbestraft. Im Juni 2004 hatte ihn das Amtsgericht Leipzig zu 3.900 Euro Geldstrafe verurteilt, demnach hatte er auf seiner damaligen Seite „saugstube“ mindestens 15 Hollywood- Filme illegal zum Download vorgehalten. Bei „Kino.to“ waren den Justizunterlagen zufolge zuletzt mehr als eine Million Links auf „geschützte Filmwerke aus Film und Fernsehen“ im Angebot, monatlich seien „etwa 131.000“ hinzugekommen.

Nach Erkenntnissen der Generalstaatsanwaltschaft Dresden kamen die Beschuldigten, denen sie die Bildung einer kriminellen Vereinigung, Geldwäsche und Steuerhinterziehung vorwirft, gemeinsam auf „jährliche Einnahmen im zweistelligen Millionenbereich“. Allein Dirk B. und seine 28-jährige Ehefrau sollen „einen Anteil im mindestens einstelligen Millionenbereich erhalten haben“.

Der Geschäftsführer der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU), Matthias Leonardy, hält zwar die Nutzung von urheberrechtlich geschützten Streaming-Inhalten für illegal, will die Besucher von „kino.to“ aber nicht juristisch verfolgen: „Von unserer Seite aus werden wir keine rechtlichen Schritte gegen einzelne Nutzer einleiten.“

Weitere interessante Artikel

Unterstützen durch teilen: Sie können unsere Arbeit ganz einfach unterstützen indem Sie diesen Artikel auf einer der folgenden Social Media Plattformen teilen. Jeder geteilte Artikel hilft uns. Dankeschön!
Google+

© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

URL zum Artikel: newsburger.de/kino-to-betreiber-kontrollierten-offenbar-weitere-filmportale-22669.html

Weitere Nachrichten

Scary Clown

© Graeme Maclean - Flickr: bad clown / CC BY 2.0

Umfrage Fast die Hälfte der Deutschen hat Angst vor Grusel-Clowns

Der Trend, mit Grusel-Clown-Verkleidungen Menschen zu erschrecken oder zu bedrohen, scheint vor Halloween ungebrochen. Haben die Deutschen Angst vor den ...

Erdbeben

© Nature / gemeinfrei

Italien Leichtes Erdbeben südöstlich der Stadt Perugia

In Italien hat sich am Mittwoch, gegen 19:10 Uhr etwa 40 Kilometer südöstlich der Stadt Perugia, ein leichtes Erdbeben der Stärke 5,4 ereignet. Berichte ...

Michael Mittermeier 2009

© Smalltown Boy / CC BY-SA 3.0

Michael Mittermeier „Mein Umfeld ist heute arschlochfreie Zone“

Comedian Michael Mittermeier (50) erklärt in der aktuellen GALA (Ausgabe 44/16, ab morgen im Handel), warum er seit drei Jahren nicht mehr auf großen ...

Weitere Schlagzeilen