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22.02.2015

Europol Islamisten arbeiten mit organisiertem Verbrechen zusammen

„Es gibt Islamisten, die können sich eine Waffe vor ihrer Haustür besorgen.“

Den Haag – Europäische Sicherheitsbehörden sorgen sich nach Informationen der „Welt am Sonntag“, dass radikale Islamisten zunehmend Kontakte zum organisierten Verbrechen pflegen und offenbar mühelos Zugang zu teils schweren Schusswaffen haben.

„Waffen wie die Terroristen sie in Frankreich und Belgien benutzt haben, sind sehr einfach in der EU zu bekommen“, sagte Brian Donald, Stabschef von Europol, der Zeitung. Die Vorfälle, bei denen Polizisten mit derartigem Kriegsmaterial konfrontiert würden, häuften sich.

„Wir sehen zunehmend Islamisten, die aus kriminellen Milieus kommen, und die Freunde und Netzwerke haben, die im organisierten Verbrechen tätig sind“, warnte Donald. „Es gibt Islamisten, die können sich eine Waffe vor ihrer Haustür besorgen. Das ist eine sehr beunruhigende Entwicklung.“

Nach den jüngsten Terroranschlägen in Brüssel, Paris und Kopenhagen sind auch deutsche Sicherheitsbehörden alarmiert. Sie fürchten nach Informationen der Zeitung Nachahmer aus der islamistischen Szene. Die Überwachung der gewaltbereiten Extremisten soll deshalb noch einmal verstärkt worden sein.

In den vergangenen Wochen fingen Geheimdienste zudem verdächtige Internet-Chats ab, wie die „Welt am Sonntag“ aus Ermittlerkreisen erfuhr. Darin sollen Dschihadisten in Syrien ihre Glaubensbrüder aufrufen, den Attentätern von Paris nachzuahmen. Der Appell an die Islamisten in Deutschland soll lauten: „Bewaffnet euch!“.

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